Solisten

Konzertsaison 2013 – 2017

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Konzertsaison 2012/13

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Konzertsaison 2011/12




Catalina Bertucci, Sopran

Die in Santiago de Chile geborene Sopranistin Catalina Bertucci studierte an der Pontificia Universidad Católica de Chile Gesang bei María Soledad Díaz und vertiefte die Fächer Oratorium und Alte Musik bei Rodrigo del Pozo. Sie war Stipendiatin der Universidad Católica, sowie des Teatro Municipal de Santiago. Nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums in Chile absolvierte ein Aufbaustudium für künstlerischen Gesang in der Klasse von Prof. Barbara Schlick an der Hochschule für Musik Köln und ein Konzertexamen bei Prof. Gerhild Romberger an der Hochschule für Musik Detmold. Meisterkurse bei u.a. Angelika Kirchschlager, András Schiff und Margreet Honig runden ihre sängerische Ausbildung ab.

Als Solistin trat sie mit vielen Oratorien und Opern in den bedeutendsten Theatern und Konzertsälen ihrer Heimat auf. In Deutschland war sie u.a. in Kinderopern am Theater Dortmund und der Philharmonie Essen zu sehen, sowie als Solistin bei Liederabenden und bei den großen Oratorien von u.a. Bach, Mozart, Händel, Haydn, Brahms, Rossini und Dvořák. Außerdem ist sie Stipendiatin des Richard Wagner Verbandes Solingen/Bergisch Land. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, u.a. vom „3. Internationalen Gesangswettbewerb Vokal Genial" (München) und vom 35. Internationalen Musikwettbewerb Dr. Luis Sigall ( Viña del Mar, Chile). Von 2009 bis 2012 war sie festes Ensemblemitglied am Landestheater Detmold, wo sie einige der wichtigsten Partien ihres Faches (u.a. Pamina, Susanna, Gretel, Valencienne) gesungen hat. Außerdem gastierte sie am Staatstheater Darmstadt, Staatstheater Cottbus, Theater Ulm, Theater Freiburg und Teatro Municipal de Santiago. Letztens nahm sie Mahlers 4. Symphonie für die New Yorker Plattenfirma „Mode" auf, unter der Leitung von Juan Pablo Izquierdo mit dem Kammerorchester Chile.

Nachdem sie in der letzten Spielzeit in der Rolle der Galatea in Händels Acis und Galatea HWV 49b beim Ekhof-Festival Gotha zu erleben war, übernahm sie in der Spielzeit 2013/2014 als Gast am Landestheater Detmold die Partie der „Maria" in dem bekannten Musical West Side Story von L. Bernstein. Weitere Engagements führen sie u.a. als Pamina an die Staatsoperette Dresden.

Im Konzertbereich trat sie auch erfolgreich beim Alte Musik Festival Knechtsteden, mit Concerto Köln unter Hermann Max (Luther in Worms, CD Produktion mit cpo), bei den Händelfestspielen Halle mit Hamburger Ratsmusik und im Prinzregententheater in München mit einer konzertanten Version der Oper Feuersnot von Richard Strauss in der Rolle der Walpurg, mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Ulf Schirmer (CD Produktion) auf.


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Manuel Bilz, Oboe

Geboren 1974 in Frankfurt am Main, erhielt Manuel Bilz seinen ersten Oboenunterricht von seinem Vater, bevor er zu Stefan Gleitsmann (Solo-Oboist des HR-Rundfunkorchesters) kam. Sein Studium begann er bei Fabian Menzel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Ab 1995 studierte er bei Prof. Günther Passin an der Musikhochschule in München, wo er 1999 sein Studium beendete.

In seiner Münchener Zeit war er Mitbegründer des ARTA-Bläserquintetts, mit welchem er Stipendien der Stiftungen „Villa Musica“ und „Live Music Now“ erhielt. Konzertreisen führten das Quintett durch Deutschland, Bulgarien, Italien und Frankreich. Er ist Mitglied der German Classical Players, die in den unterschiedlichsten Besetzungen bis hin zum Kammerorchester auftreten (www.german-classical-players.de).

Von 1995–1998 war er Solo-Oboist im European Union Youth Orchestra (EUYO). Solistisch trat er unter namhaften Dirigenten wie Sir Neville Marriner, Mariss Jansons und Semyon Bychkov in Erscheinung.

Erste Engagements im Orchester erhielt er von der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz sowie von den Duisburger Philharmonikern.
Von 1999–2001 war er Solo-Oboist am Nationaltheater in Mannheim. Gleichzeitig erhielt er einen Lehrauftrag für Oboe an der dortigen Musikhochschule. Seit September 2001 ist Manuel Bilz Solo-Oboist im Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks.
Im Sommer 2009 wurde er von Seiji Ozawa als Solo-Oboist in das Orchester des Saito Kinen Festivals in Matsumoto, Japan, verpflichtet.


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Christoph Brecht, Klarinette

Geboren 1985 in Mutlangen bei Schwäbisch Gmünd, erhielt Christoph Brecht seinen ersten Klarinettenunterricht im Alter von acht Jahren bei Wilhelm Ehrlich an der Musikschule Heubach. Als Schüler nahm er regelmäßig zusammen mit seinen Geschwistern am Wettbewerb „Jugend Musiziert“ teil und erzielte in den Jahre 1996–2003 mehrere Landes- und Bundespreise in den Kategorien Solo und Kammermusik. Ab 2000 erhielt er Unterricht bei Gunther Pönisch an der Musikhochschule Stuttgart.

Die regelmäßige Teilnahme an Orchesterprojekten der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg, der Philharmonie Schwäbisch Gmünd und des Interregionalen Jugendorchesters stärkten seine Begeisterung für das Musizieren in einem Sinfonieorchester. 2004 begann er sein Studium an der Hochschule für Musik in Detmold bei Prof. Hans Klaus, welches er ab 2007 bei Prof. Thomas Lindhorst fortsetzte. Weitere Impulse erhielt er bei Meisterkursen von Prof. Manfred Lindner, Prof. Norbert Kaiser und Stephan Perry.

In den Spielzeiten 2008–2009 absolvierte er ein Orchesterpraktikum an der Deutschen Oper Berlin.
2009 wurde er Mitglied des Bläserquintetts „Antares“ in Detmold, welches durch die Yehudi Menuhin Stiftung und das Karrierezentrum Detmold gefördert wird. Er erhielt mit diesem Ensemble u.a. 2010 den 2. Preis beim „11. Wuppertaler Musikwettbewerb“.
Aushilfen bei der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Neuen Philharmonie Westfalen und der Staatsoper Stuttgart ergänzten sein Studium, welches er 2012 mit Auszeichnung abschloss. 2013 folgte die Aufnahme des Master Kammermusik-Studiums in Detmold bei Prof. Peter Orth und dem „Auryn“-Quartett.

Mit einem neu formierten Kammermusiktrio – Sumi Lee (Klavier), Hugh McGregor (Violoncello) – erspielte er sich im Jahr 2013 Preise bei mehreren Kammermusikwettbewerben, z.B. beim Kammermusikwettbewerb der GFF in Detmold, beim Europäischen Kammermusik Wettbewerb in Karlsruhe oder beim internationalen Wettbewerb „Città di Chieri“ in Italien. Auch bei der Abschlussprüfung seines Kammermusikstudiums im Juli 2015 wirkte das Trio mit und Christoph Brecht konnte die Bestnote erzielen.

Als Soloklarinette beim Detmolder Kammerorchester wirkt er regelmäßig bei Sinfoniekonzerten mit, so im Oktober 2013 bei einer Radioübertragung des Deutschlandfunks und einer CD-Produktion von Mahlers „Das Lied von der Erde“ in der Version für solistische Besetzung.


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Thomas Christian, Violine

Thomas Christian wurde 1951 in Linz geboren und lebt in Wien. Er erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von sieben Jahren; ein Jahr später trat er zum ersten Mal öffentlich auf. Mit elf Jahren gewann er den österreichischen Geigerwettbewerb. Weitere Studien absolvierte er bei dein New Yorker Violinpädagogen Theodore Pashkus und bei Jascha Heifetz in Los Angeles. Mit 19 Jahren debütierte er mit dem ersten Violinkonzert in D-Dur von Paganini in der New Yorker Carnegie Hall. Seither konzertiert er als Solist in fast allen Ländern Europas, den Vereinigten Staaten und Asien.

Christian ist ständiger Gast großer Orchester, darunter Dresdner Philharmonie, BSO Berlin, Bamberger Symphoniker, MDR-Orchester, Stuttgarter Radio-Sinfonie Orchester, Mozarteum-Orchester Salzburg, Wiener Symphoniker, ORF-Symphonieorchester, Slowenische Philharmonie, FOK Orchester Prag, Melbourne Symphony Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra und Osaka Philharmonic. Er arbeitete mit Dirigenten wie Christoph von Dohnanyi, Horst Stein, Kurt Sanderling, Milan Horvat, Leif Segerstam, Paavo Berglund, Heinz Wallberg, Leopold Hager und Heinrich Schiff zusammen.

Thomas Christian gastierte beim Schleswig-Holstein Festival und den Ludwigsburger Schloßfestspielen, den Salzburger Festspielen, ebenso beim Bruckner Fest Linz, dem Korea Festival Seoul, den Dresdner und Bregenzer Festspielen, beim Prager Frühling, sowie bei den Wiener Festwochen und beim Musikprotokoll des Steirischen Herbstes. Es entstanden mit ihm Rundfunk- und Fernsehaufnahmen bei ORF, RAI und WDR, beim Bayerischen, Saarländischen und Norwegischen Rundfunk und bei Radio Hilversum.
Thomas Christian ist Gründer und Primarius des Wiener Streichquintetts, welches seit 1986 in Europa, Südamerika und Japan konzertiert. Dieses Ensemble hat mehrere CDs eingespielt, darunter sämtliche Mozart-Streichquintette sowie das Quintett von Anton Bruckner. Thomas Christian gibt auch zahlreiche Violinabende. Dabei arbeitet er regelmäßig mit Bruno Canino, Paul Badura-Skoda, Jörg Demus, Anti Siirala und Stefan Vladar zusammen.

Thomas Christian war 12 Jahren lang Künstlerischer Leiter des Kammermusikfestes auf Schloß Tillysburg (Oberösterreich), von 1989 bis 2004 war er in gleicher Funktion beim Schladminger Musiksommer tätig. Seit vielen Jahren widmet sich Thomas Christian der pädagogischen Tätigkeit. Er lehrt am Konservatorium Wien Privatuniversität und wurde 1999 zum Professor an die Musikhochschule in Detmold berufen.


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Davide Citera, Horn

Der 1985 in Italien geborene Davide Citera begann sein Hornstudium mit 18 Jahren bei Prof. Carlo Torlontano am Konservatorium von Salerno und schloss dieses vier Jahre später mit Auszeichnung ab. Anschließend absolvierte er einen Masterstudiengang für Musikdarstellung und Musikpädagogik an der Musikhochschule in Lugano (Schweiz) bei Prof. Johnson. 2013 nahm er ein Studium in der Klasse von Prof. Norbert Stertz an der Hochschule für Musik Detmold auf, das er mit dem Konzertexamen abschloss. Meisterkurse führten ihn zu Hermann Hermann Baumann, Frøydis Ree Wekre, Radovan Vlatkovitch, Dale Clevenger, Wolfgang Gaag, Jonathan Williams und Luca Benucci.
Er konzertierte mit Orchestern wie dem Mozart-Orchester in Bologna, dem Musik Collegium Winterthur, dem Orchester der Oper Rom, des Theaters Carlo Felice in Genua, des Vatikans sowie dem Orchester G. Verdi in Mailand und dem Detmolder, Aargauer und Mailänder Kammerorchester.

Seit 2015 ist er regelmäßig als 1. Hornist zu Gast bei den Züricher Symphonikern. Er spielte unter namhaften Dirigenten wie Ricardo Muti, Christoph Eschenbach, Fabio Luisi, Gabriele Ferro, Vladimir Ashkenazy und den Komponisten Krzysztof Penderecki und Ennio Morricone. Mit Alfredo Perl, Gerhard Oppitz und Alexander Lonquich verbinden den jungen Hornisten ebenfalls musikalische Zusammenarbeiten. Davide Citera musizierte in den großen Konzertsälen Europas wie der Scala Mailand, der Oper in Rom und Genua, der Tonhalle in Zürich, Bern und Sankt Gallen, der Essener Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin und dem Rudolfinum in Prag. Als erster Hornist beim „Impuls-Festival” in Halle, Saale musizierte Davide Citera im November 2011 gemeinsam mit dem renommierten Countertenor Jochen Kowalsky die berühmte Arie „Va tacito e nascosto” aus Händels Oper Giulio Cesare. Die Produktion wurde vom MDR übertragen.

Regelmäßig folgt Davide Citera Einladungen als Solist und zu kammermusikalischen Formationen. Kürzlich live im Fernsehen mit dem Blechbläserquintett „Clangore Nuovo“ und war als Solist, begleitet durch ein Bläserquintett, im Konzertsaal der RAI in Turin, in Santa Cecilia di Roma und dem Teatro Regio in Turin zu hören. In der laufenden Saison wird er als Solist im Hornkonzert von Reinhold Glière mit dem Orchester Arcadia Lugano auftreten. Zusätzlich ist eine CD-einspielung mit Werken für Horn und Klavier geplant.

Davide Citera wurde bereits mit mehreren ersten Preisen für seine herausragende Leistung an seinem Instrument geehrt und ist Stipendiat der Züricher Goethe-Stiftung und der Philharmonischen Akademie in Bologna. Derzeit ist er Dozent für Horn und Kammermusik an der Musikschule „Piero Gobetti“ von Omegna (Italien) und der Hochschule für Musik „Arturo Toscanini“ in Verbania (Italien).


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Kristin Ebner, Sopran

Die Sopranistin Kristin Ebner absolvierte zunächst ein Studium der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften, Kulturwissenschaften und Public Relations bevor sie an der Musikhochschule in Münster ihre Gesangstudien aufnahm, die sie an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Caroline Thomas fortsetzte und 2014 mit dem Master Oper an der Universität der Künste Berlin bei KS Prof. Gabriele Schnaut und in den Liedklassen bei Prof. Axel Bauni und Eric Schneider abschloss. Maßgebliche Anregungen erhielt sie darüber hinaus in Meisterkursen bei Cheryl Studer, Michelle Breedt, Gerard Mortier, Gerd Uecker und Peter Ziethen.

Ihr Opernrepertoire umfasst sowohl die Rollen des jugendlich-dramatischen als auch des dramatischen Zwischenfachs wie Wagners Senta und Elisabeth, Strauss‘ Chrysothemis und Ariadne, aber auch Bergs Wozzeck-Marie, Beethovens Fidelio-Leonore, Mascagnis Santuzza und Verdis Eboli. Im Konzert-, Oratorien- und Liedfach spannt ihr Repertoire einen weiten Bogen von den großen Alt-Partien des Barock bis zu den lyrisch-dramatischen Partien der Spätromantik und der zeitgenössischen Vokalmusik.

Kristin Ebner war unter anderem zu Gast im Konzerthaus Berlin, der Komischen Oper Berlin, der Laeiszhalle Hamburg, der Thomaskirche in Leipzig, aber auch bei den renommierten Traunsteiner Sommerkonzerten, beim Europäischen Liedforum in Vilnius oder auf Manarat al Saadyat in Abu Dhabi mit einem vielbeachteten Wagner-Recital. Im letzten Jahr konzertierte die Stipendiatin der Richard Wagner-Stipendienstiftung als Isolde im Rahmen der Meisterklasse für junge Wagnerstimmen bei den Bayreuther Festspielen 2015.

Mit dem Detmolder Kammerorchester war die junge Sängerin bereits in Viktor Ullmanns Kaiser von Atlantis, mit Richard Wagners Wesendonckliedern und Richard Strauss‘ Vier letzten Liedern zu erleben.



Eckhard Fischer, Violine

Der Violinist Eckhard Fischer wurde 1959 in Stuttgart geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in der Klasse von Ricardo Odnoposoff und anschließend bei Josef Gingold an der Indiana University of Bloomington (USA). Kammermusikkurse belegte er u.a. beim Melos Quartett, beim Amadeus Quartett und dem Trio di Trieste, György Sebök und Leon Fleisher. Sein Dirigierlehrer war Alexander Sumski.

Eckhard Fischer war Mitbegründer des Stuttgarter Streichquartetts, dem er von 1980–1984 angehörte. 1986 formierte sich das Trio Opus 8, indem Eckhard Fischer bis zum heutigen Tag in gleicher Besetzung spielt. 1996 übernahm er die künstlerische Leitung des Detmolder Kammerorchesters, welches er bis 2010 führte. Eckhard Fischer ist Professor für Violine an der Hochschule für Musik in Detmold. Seine Hobbys sind das Tennisspiel und der Weinbau, den er im Piemont (Italien) betreibt. Er spielt auf einer Violine von Pierre Dalphin aus dem Jahre 1999.


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Matthias Foremny, Leitung

ist seit der Saison 2011/2012 Erster ständiger Gastdirigent an der Oper Leipzig und seit 2013 Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters. In der laufenden Spielzeit übernimmt er in Leipzig das Premierendirigat von Puccinis Turandot und an der Kölner Oper Vorstellungen von La Bohème. In China folgt Matthias Foremny Einladungen zu den Orchestern in Shanghai und Guangzhou. Im Sommer 2017 wird er an der Australian National Academy of Music in Melbourne unterrichten und Orchesterkonzerte dirigieren. An der Deutschen Oper Berlin sowie an der Staatsoper Hamburg war er in den letzten Jahren regelmäßig zu Gast. Konzertdirigate führten ihn u.a. zur Staatskapelle Dresden, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin und dem NDR Symphonieorchester Hamburg. Seit 2014 ist er darüberhinaus Professor für Dirigieren und Orchesterleitung an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.

Matthias Foremny studierte von 1992 bis 1998 in der Klasse von Prof. K.H. Bloemeke an der Hochschule für Musik Detmold. Nach Engagements als 1. Kapellmeister am Landestheater Detmold und an der Komischen Oper Berlin wirkte er von 2003 an acht Jahre als Generalmusikdirektor und Operndirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Matthias Foremny liegt viel an einem direkten und persönlichen Kontakt zum Publikum, was in besonderer Weise in moderierten Konzertformen zum Ausdruck kommt. Die Ansprache von jungem Publikum und Nachwuchsmusikern ist ihm ein besonderes Anliegen, sei es als Dozent oder als Juror in internationalen Wettbewerben.

Weitere Informationen unter: www.matthias-foremny.de


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Alexander Gebert, Violoncello

Alexander Gebert wurde 1977 in Warschau in eine Musikerfamilie geboren, die 1980 nach Finnland emigrierte. Mit fünf Jahren begann er sein Cellostudium in der Klasse von Timo Hanhinen am Konservatorium in Turku. 1989 wurde er an die Sibelius-Akademie in Helsinki aufgenommen, wo Csaba Szilvay, Victoria Yaglig, Kazimierz Michalik, Marko Ylönen und Heikki Rautasalo seine Lehrer waren. Zwischen 1995 und 1998 studierte er als Stipendiat des polnischen Staates mit Kazimierz Michalik an der Warschauer Chopin-Akademie. Danach setzte er seine Studien bei Philippe Muller am Conservatoire de Paris und als DAAD-Stipendiat an der Stuttgarter Musikhochschule bei Natalia Gutman fort. 2002 wurde ihm in Paris ein Drei-Jahres-Stipendium der Groupe Banques Populaires zuerkannt.

Alexander Gebert gewann seinen ersten internationalen Cello-Wettbewerb mit sechzehn Jahren; 1997 wurde er Zweiter im Warschauer Lutoslawski-Wettbewerb, und im Jahr 2000 gewann er hintereinander den 3. Preis des Antonio-Janigro-Wettbewerbs in Zagreb, den 2. Preis sowie den Publikumspreis des Internationalen Wettbewerbs in Genf, und schließlich den 1. Preis im Concorso Valentino Bucchi in Rom.

Alexander Gebert ist in Europa und Nordamerika als Solist und Kammermusiker bei einer Reihe renommierter Musikfeste aufgetreten (u.a. Kuhmo Festival, Oleg-Kagan-Musikfest, Kammermusikfest Lockenhaus, Festival de Deauville, Ravinia Festival, West Cork Music, Beethoven Easter Festival Warsaw).

Besonders wichtig waren ihm Begegnungen und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponisten unserer Zeit, wie Mauricio Kagel, Salvatore Sciarrino, Friedrich Cerha, Krzysztof Meyer, Krzysztof Penderecki, Kaija Saariaho, Albert Schneltzer und Kurt Schwertsik.

In den Jahren 2005–2012 war Alexander Gebert als Cellist des Altenberg Trios Wien tätig. Das Trio hat sich in mehr als 1000 Auftritten den Ruf eines der wagemutigsten und konsequentesten Ensembles dieser Kategorie erworben: sein Repertoire umfasst – neben einer großen Anzahl von Werken aus den unmittelbar angrenzenden Bereichen (Klavierquartette und Klavierquintette, Duos, Tripelkonzerte, vokale Kammermusik) – nicht weniger als 200 Klaviertrios, darunter etliche Werke, die das Altenberg Trio selbst angeregt und uraufgeführt hat. Schon gleichzeitig mit seiner Gründung wurde das Ensemble Trio in residence der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, für die es alljährlich einen Konzertzyklus im Brahms-Saal gestaltet.

Alexander Gebert gibt regelmäßig Meisterkurse in Finnland, Belgien und Polen. Er hat am Konservatorium Wien Privatuniversität, Accademia die Musica di Pinerolo und der Accademia pianistica di Imola unterrichtet, sowie Meisterkurse an Musikhochschulen, Universitäten und im Rahmen von Festivals in Finnland, Polen, Russland, Holland, Italien, Albanien, Dänemark, Mexico, Neuseeland, Korea, Hong Kong und den USA gegeben.

Im Jahr 2010 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik in Detmold berufen, und ist dort seit 2015 auch als künstlerischer Prorektor tätig.


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Constantin Gerstein-Ichimescu, Fagott

Constantin Gerstein-Ichimescu wurde 1992 in Stuttgart als Sohn eines Orchestermusikers und einer Musiklehrerin geboren. Seinen ersten Fagottunterricht erhielt er im Alter von elf Jahren beim Solofagottisten der Stuttgarter Philharmoniker Frank Lehmann. Während seiner Schulzeit gewann er mehrere erste Bundespreise beim Wettbewerb Jugend musiziert und spielte im Landesjugendorchester Baden-Württemberg sowie im Bundesjugendorchester.

Im Alter von sechszehn Jahren begann Constantin Gerstein-Ichimescu zunächst ein Vorstudium im Hochbegabtenzentrum der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Tobias Pelkner. Seit 2009 ist er dort als Vollstudent eingeschrieben. Seine Ausbildung wurde ergänzt durch Meisterkurse bei Klaus Thunemann, Daniele Damiano, Ole Dahl und Eckart Hübner.

Nach erfolgreichem Probespiel beim European Union Youth Orchestra nahm er an der Summer Tour 2013 teil. Von Oktober 2013 bis März 2014 hatte Constantin Gerstein-Ichimescu einen Zeitvertrag als stellvertretender Solofagottist beim Sinfonieorchester Münster.
Im März 2015 wurde er Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Fagott solo und ist für die Saison 2016/2017 in die Bundesauswahl Konzerte junger Künstler aufgenommen worden.

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Blanca Gleisner, Oboe

Blanca Gleisner wurde 1979 in Concepción (Chile) geboren. Mit 11 Jahren erhielt sie ihren ersten Oboenunterricht, studierte später an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Prof. Klaus Becker und nahm erfolgreich an Wettbewerben teil, die sie bis nach Japan, England und Italien führten.

Seit Januar 2005 ist Blanca Gleisner Solooboistin im Sinfonieorchester Aachen, wo sie zudem mit anderen Kollegen die theaterinterne Kammermusikreihe organisiert. Gern gesehener Gast ist sie als Solooboistin beim Staatsorchester Braunschweig, der NDR-Radiophilharmonie, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, dem Het Brassbands Orkest Eindhoven und den Bochumer Symphonikern.
Als Solistin unternahm sie bereits eine Konzerttournee nach Chile. Ihre große Leidenschaft zur Kammermusik führte sie zu Festivals und Konzerten nach Belgien, Frankreich, Finnland, Spanien, Großbritannien, Italien, in ihr Heimatland Chile und in Deutschland zu so namhaften Festivals wie dem von Lars Vogt in Heimbach, Spannungen.


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Konstantin Ingenpaß, Bariton

wurde 1991 in Osnabrück geboren und begann seinen musikalischen Werdegang zunächst am Klavier, bevor er schließlich seine Leidenschaft im Gesang fand. Wertvolle Erfahrungen sammelte er im Jugendkammerchor Versmold, mit dem er bei zahlreichen Wettbewerben und Konzerttourneen durch ganz Europa zu hören war. Seit dem Alter von sechszehn Jahren nahm er zusätzlich auch privaten Gesangsunterricht und wurde Preisträger des Wettbewerbes „Jugend musiziert“.

Im Jahr 2009 nahm er ein Jungstudium an der Hochschule für Musik Detmold auf. Nach dem Abitur führte er seine Ausbildung bei Prof. Gerhild Romberger im Hauptstudium fort. Derzeitig studiert er Master Liedgestaltung in der Klasse von Prof. Manuel Lange.
Neben Zahlreichen Konzerten in den Bereichen Oratorium und Lied, ist er u.a. als Papageno in einer Produktion am Landestheater Detmold und als Tarquinius in Brittens The Rape of Lucretia aufgetreten. Wichtige musikalische Impulse bekam er u.a. von Thomas Quasthoff, der Vokalakademie Berlin und im Amsterdam Barock Chor unter der Leitung von Ton Koopmann.


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Friedemann Jörns, Viola

Der Bratschist Friedemann Jörns wurde 1989 in Berlin geboren und begann sein Studium in Hamburg bei Prof. Thomas Selditz sowie Prof. Marius Nichiteanu. Zur Zeit studiert er in der Klasse von Prof. Diemut Poppen in Detmold.
Im Rahmen von Meisterkursen erhielt er weitere wesentliche Impulse durch  Künstler wie Nobuko Imai, Tatjana Masurenko, Michael Tree, Atar Arad, Roland Glassl und dem Auryn-Quartett.

Friedemann Jörns sammelte bereits vielfältige Erfahrungen in den Bereichen der zeitgenössischen Musik (u.a. „Darmstädter Ferienkurse“) und der historischen Aufführungspraxis mit Künstlern wie Philippe Herreweghe, Midori Seiler, Gerhard Darmstadt und Ulrike-Anima Mathé.
 
Als Orchester- und Kammermusiker spielt er in verschiedenen Ensembles wie dem Arminio Quartett, dem Trio Parapluie und 2016 erstmals in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, ist Mitglied in der Jungen Deutschen Philharmonie, im Detmolder Kammerorchester und in der Spielzeit 2016/2017 Akademist bei den Bremer Philharmonikern. Des Weiteren war er Stipendiat der „Villa musica“ und spielte dort Kammerkonzerte mit bekannten Künstlern wie Wolfgang Emanuel Schmidt, Jens-Peter Maintz, Marie-Luise Neunecker, Alexander Hülshoff oder Sayaka Shoji. Im September 2015 trat er erstmals als Solist mit dem Detmolder Kammerorchester auf.


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Masako Kozuki, Oboe

wurde in Okayama, Japan geboren. Sie studierte zunächst an der Aichi Provinz Universität für Kunst und Musik bei Professor Obata, ab 2001 dann an der Hochschule für Musik Detmold bei Professor Schmalfuss, wo sie 2005 mit dem Diplom abschloss. Daraufhin studierte sie am Orchesterzentrum Dortmund und absolvierte dort 2008 ihr Orchesterexamen. Ab 2008 bis 2010 studierte sie Kammermusik bei Professor Kiss an der Hochschule für Musik Detmold.

Masako Kozuki besuchte Meisterkurse für Oboe und für Englischhorn bei Spezialisten in Japan und Deutschland, unter anderem bei Thomas Indermühle und Heike Steinbrecher. Sie konzertierte mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, den Bielefelder Philharmonikern, der Südwestdeutschen Philharmonie, und den Dortmunder Philharmonikern. Als Solistin trat sie mit den Bergischen Symphonikern und dem Detmolder Kammerorchester auf. 

Von 2005 bis 2013 spielte sie regelmäßig mit den Bergischen Symphonikern. Seit 2010 tritt sie regelmäßig mit dem Detmolder Kammerorchester auf. Im Oktober 2013 wurde Masako Kozuki ein Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Detmold zuteil.


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Olga Kroupová, Komposition

Geboren 1966 in Bratislava (Slowakei), studierte sie nach dem Abitur und dem Absolutorium in den Fächern Komposition und Klavier am Konservatorium in ihrer Heimatstadt, zunächst an der dortigen Hochschule für Musik das Fach Komposition. In den Jahren 1991 bis 1994 setzte sie dieses Studium in der Klasse von Prof. József Soproni  an der Franz-Liszt- Musikakademie in Budapest fort. Der Staatsexamen (magna cum laude) fand unter Mitwirkung des Ungarischen Staatschores und des MÁV Sinfonieorchesters im Rahmen eines öffentlichen Konzertes statt. Das Konzert wurde von dem Ungarischen Rundfunk mitgeschnitten und gesendet. Es folgten vier Semester Kontaktstudium bei Prof. Martin Christoph Redel an der HfM in Detmold, wo die Komponistin gegenwärtig auch lebt. Ihre Werke wurden bereits vor dieser Zeit in der Tschechoslowakei, Ungarn und Österreich aufgeführt.

Der Schwerpunkt ihrer kompositorischen Tätigkeit liegt im Bereich der sinfonischen Musik. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie hierzulande durch die Uraufführung, Mitschnitt und Sendung des Orchesterstückes Bericht über den letzten Stand der Dinge beim NDR vorgestellt. Es wirkte das NDR-Sinfonieorchester unter Stabführung von Peter Ruzicka mit. Uraufführungen weiterer größerer Orchesterwerke an den Opernhäusern Nancy (Nachtträume) und Chemnitz (Ephèmera) schlossen sich an. Im Jahre 1999 wurde Olga Kroupová Laureatin des Wiener Internationalen Kompositionswettbewerbs für (Kinder)- Kammeroper 2000  (Künstlerische Leitung: Claudio Abbado). Das Bühnenwerk Katze mit Hut wurde unter 90 Bewerbungen mit Hilfe von einem einjährigen Arbeitsstipendium zur Fertigstellung ausgewählt. In der nächsten Zeit fanden zahlreiche Projekte statt, u.a. Aufführung des Auftragswerkes (Anxietà) für das Raschèr Saxophone Orchester in dem ArtKite Museum Detmold. Das Detmolder Kammerorchester hat neben der Sinfonietta per orchestra d´archi auch die Uraufführung des Violin-Concertos Introduzione, Cadenza e Finale mit dem Solisten Eckhard Fischer aus der Taufe gehoben. Einen besonderen Wert legt die Autorin in ihrem Schaffen auch an die Kammermusik.Von der engen persönlichen Zusammenarbeit mit den diversen Solisten entstanden viele Kammerwerke, u.a. Liederzyklen (z.B. die Gesänge des Michelangelo für Bass, Urliebe für Alt, Morgenstern-Lieder für Sopran, Kommentare für Sopran und Klavier und Auftragswerke für die Ensembles Horizonte (Conversion), Stanislas-Nancy (Sonata lirica für Violine und Klavier), die Weimarer Werkstatt (Alles das hat mich nicht zerbrochen für lyrischen Sopran und Ensemble) und das Gesang-Ensemble Calmus (Innsbruck, ich muss dich lassen).

Im Jahre 2003 war die Autorin Stipendiatin der Richard Wagner Gesellschaft in Bayreuth. Nebenher arbeitet sie freiberuflich als Lektorin für die Musikverlage Schott, Bärenreiter, Peters  und weitere. Sie hält Kompositionsvorträge (u.a. beim 6. Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme Leipzig 2008, für die Schubert- und Wagner Gesellschaft). Werke von Olga Kroupová erscheinen bei dem Verlag Edition Gravis – Berlin.

Zuletzt wurde im Rahmen des Internationalen Festivals zeitgenossischer Musik „Melos Ethos“ in Bratislava mit großem Erfolg das Orchesterstück Judit uraufgeführt. Das Konzert fand unter der Schirmherrschaft des Bündnisses „Visegrader Vier“ und des Polnischen Instituts in Bratislava statt. Das Symphonische Orchester des Slowakischen Rundfunks leitete der polnische Dirigent Lukasz Borowicz. Das Stück wurde live im Rundfunk und im Internet weltweit übertragen. Die CD-Aufnahme erfolgt im nächsten Jahr und erscheint in der CD-Reihe „Slowakische Komponisten“.

Weitere (Ur-)Aufführungen folgten, u.a. der Quintessenz für Violine solo in der hervorragenden Interpretation von Milan Pala (CD-Einspielung 2011), des Gesanges An Luna für Sopran und Klavier nach J. W. Goethe in St. Simon (USA). Die Solisten waren Caroline Thomas (Sopran) und Miroslav Kroupa (Klavier). Le jardin secret für Bassbariton und Klavier für Andreas Wolf, Quadrophon(b)ie für Tetraphonics-Saxaphonquartet, Agapé für Basssaxophon und Orchester für Andreas van Zoelen usw.


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Hye Ryung Lee, Leitung

geboren in Seoul, studierte Klavier an der Suwon Universität sowie Korrepetition an der Korea National University of Art. Sie war an der Korea National Oper und am Seoul Art Center als Solorepetitorin tätig. 2012 kam sie nach Deutschland und studiert seitdem Orchesterleitung an der Hochschule für Musik Detmold, zunächst bei Prof. Karl-Heinz Bloemeke und seit 2015 bei Prof. Florian Ludwig.

Im Rahmen der Jahresproduktion der Musikhochschule Detmold des Jahres 2014 gab Hye Ryung Lee ihr Debüt als Dirigentin mit einer Aufführung Mozarts Zauberflöte. Weitere Erfahrungen konnte sie als Leiterin der Stadtkapelle in Bad Driburg sammeln.

Seit der Spielzeit 2014/2015 ist Hye Ryung Lee am Landestheater Detmold tätig. Zunächst als Aushilfe und seit 2015/2016 als Solorepetitorin mit Dirigierverpflichtung.

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Kathrin Leithner, Flöte

Die 1984 in eine musikalische Familie geborene Kathrin Leithner begann mit sieben Jahren, Querflöte zu spielen. Im Alter von 15 Jahren wurde sie Mitglied des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters, mit dem sie u.a. unter Dirigent Kurt Masur spielte; noch während der Schulzeit nahm sie ihr Studium an der Musikhochschule Köln auf. Nach dem Abitur folgte die Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Moshe Aron Epstein. Während des Grundstudiums war Kathrin Leithner Mitglied im mehrfach ausgezeichneten Jungen Klangforum Mitte Europa, das u.a. von Sebastian Weigle geleitet wurde. Der Auslandsaufenthalt am Konservatorium Amsterdam sowie Konzerte in Deutschland, Österreich, Holland, Polen, der Tschechichen Republik und Südkorea erweiterten ihren musikalischen Horizont.

Den Aufbaustudiengang „Master Orchesterspiel“ am Orchesterzentrum NRW absolvierte die Flötistin an der Musikhochschule Detmold bei János Bálint und erhielt dabei weitere Impulse von Flötisten namhafter deutscher Sinfonieorchester, u.a. der Berliner Philharmoniker. Gleichzeitig nahm sie projektweise Engagements des Rundfunksinfonieorchesters Berlin wahr und spielte dort unter Chefdirigent Marek Janowski Konzerte sowie Aufnahmen ein.

Mit dem Detmolder Kammerorchester musiziert Kathrin Leithner regelmäßig seit 2009 und war dort an der CD-Produktion Das Lied von der Erde (2013) unter der  Leitung von Alfredo Perl beteiligt. Seit Mai 2014 promoviert sie bei Heiner Gembris an der Universität Paderborn, vollfinanziert durch ein Stipendium, zum Thema „Probespiele – Einstellungsverfahren professioneller Orchestermusiker“.


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Thomas Lindhorst, Klarinette

erhielt bereits mit fünfzehn Jahren ein Stipendium in der bekannten Klarinettenklasse der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold. Nach dem Studium bei den Professoren Gerhard Albert, Jost Michaels und Hans Dietrich Klaus war er langjähriger 1. Soloklarinettist der Neuen Philharmonie Westfalen und hat dort in allen Bereichen von Oper und Konzert vielfältige musikalische Erfahrungen gesammelt.

Als Solist führte er nahezu alle Standardwerke für Klarinette auf, konzertierte als Kammermusiker in vielfältigen Besetzungen und unternahm Konzertreisen unter anderem in die USA, nach Belgien, Italien, Russland, Finnland und Estland.
Seit 2007 ist Thomas Lindhorst Professor an der Hochschule für Musik Detmold und leitet dort eine Klarinettenklasse. Als Gründungsmitglied der „Gran Partita Detmold“ unter Professor Michael Höltzel und gefragter Partner verschiedener Kammermusikensembles, hat er sich durch zahlreiche Konzerte, Projekte und Festivalteilnahmen sowie durch CD-Einspielungen eine hohe musikalische Reputation erworben. Nahezu alle Standardkonzerte für Klarinette wurden mit ihm als Solist aufgeführt.

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Marcelo Jaime Nisinman, Bandoneon

„Der Star war Nisinman, ein rätselhaftes leises Lächeln umspielte seine Lippen, während er den unübersichtlichen Knöpfen mit seiner rechten Hand chromatische Unmöglichkeiten und mit der linken tiefere, gutturale Töne entlockte." The Independent Marcelo Nisinman, 1970 in Buenos Aires, geboren, ist ein international geschätzter Bandoneonist und Komponist. An seinem Wohnort Basel ist er aktiv am Leben der internationalen Musik- und Tango-Szene beteiligt. Nisinman studierte in Buenos Aires Bandoneon bei Julio Pane sowie Kontrapunkt und Harmonielehre bei dem Hindemith-Schüler Guillermo Graetzer. Zusätzlich absolvierte er ein Kompositionsstudium bei Detlev Müller-Siemens in Basel.

Marcelo Nisinmans Musik beinhaltet ein neues, weit gefächertes und originelles Spektrum, das seinen Ursprung, wie sollte es anders sein, in Buenos Aires hat. Sein gegenwärtiger Musikstil, der intensiv durch persönliche Erfahrungen geprägt ist, schafft vielschichtige Variationen verschiedenster Kunstsituationen und bricht auf eine eigene und provokative Art mit den traditionellen Regeln der „Musica Porteña” seiner Heimatstadt. Als Bandoneon-Solist und mit seinen Kompositionen für unterschiedliche Musikformationen vom Streichquartett bis zum Orchester weckt sein komplexer und ironischer „Tango Nuevo” tief-gehende Empfindungen und Erlebnisse – von meditativer Versenkung bis zu äußerster Ekstase. Neben kammermusikalischen und sinfonischen Kompositionen entstand die Kammeroper Señor Retorcimientos, die 2004 in Basel uraufgeführt wurde. Im Jahr 2008 war Marcelo Nisinman Composer in Residence beim Oxford Chamber Music Festival. Als Komponist und Solist war er 2009 zum Kuhmo Chamber Music Festival in Finnland eingeladen sowie 2011 zum Zeitkunst-Festival in Berlin und Paris. Chen's Tango für den Klarinettisten Chen Halevi wurde 2009 in Trossingen uraufgeführt, die Vokalkomposition Desvios nach einem Text von Carlos Trafic kam 2010 in Basel auf die Bühne. Die Uraufführung des Bandoneon-Konzerts Dark Blue Tango fand 2012 mit dem argentinischen Nationalorchester unter Facundo Agudin statt.

Marcelo Nisinman spielt als Bandoneon-Solist mit Gidon Kremer, Gary Burton, Fernando Suarez Paz oder dem Assad-Duo, mit dem Philadelphia Orchestra unter Charles Dutoit, dem Orchestre National des Pays de la Loire unter John Axelrod oder mit der WDR Big Band unter Vince Mendoza. 2011 war er mit dem Ensemble Phoenix in Basel an der Uraufführung der Oper Extravagancia von Helena Winkelman. Im selben Jahr war Nisinman Gast bei Martha Argerichs Festival in Ravenna. In letzter Zeit tritt Marcelo Nisinman verstärkt mit dem Vogler Quartett auf, für das er auch das Stück 4 for Vogler schrieb. Das gemeinsame Programm Señor Tango wurde 2014 beim Label Philharmonie auf CD veröffentlicht.

Marcelo Nisinman unterhält ein Trio (mit E-Gitarre und Kontrabass) und das Quartett zusammen mit Chen Halevi Tango Factory (Bandoneon, Klarinette, Klavier, Kontrabass). Mehrere CDs unter seinem Namen sind beim Label Acqua Records erschienen. Seine jüngste Komposition, das Tango-Theater-Stück El 13 für Sopran, Sprecher und Kammerensemble hatte im September 2014 in Basel Premiere.

Im Februar 2015 feierte Marcelo Nisinman als Gast-Solist zusammen mit der WDR Big Band, Hilario Duran, Horacio „El Negro” Hernandez und Pernell Saturnino das sechzigjährige Bühnenjubiläum des Saxophonisten und Klarinettisten Paquito d’Rivera in der Kölner Philharmonie.


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Sebastian Noack, Bariton

Der gebürtige Berliner studierte an der Hochschule der Künste Berlin (heute UdK) bei Dietmar Hackel und Ingrid Figur. Er war Meisterschüler bei Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann. Sein Studium schloss er mit Auszeichnung ab. Er erhielt ein Bayreuth-Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes sowie ein Meisterkurs-Stipendium der Villa Musica Mainz. Bekannt wurde er durch den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang. Ferner gewann er den Paula Lindberg-Salomon-Wettbewerb und war 2. Preisträger beim International Song Competition in der Wigmore Hall London. Seitdem hat er sich besonders als Konzertsänger einen Namen gemacht. Er sang unter namhaften Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Semyon Bychkov, Marin Alsop (Brahms Requiem für BBC), Kirill Petrenko (Berlioz´ L´Enfance du Christ), Markus Stenz (z. B. Mendelssohns Erste Walpurgisnacht oder Bachs Matthäuspassion), Johannes Debus, Marcus Creed, Michel Corboz, Pierre Cao (Fauré Requiem), Roy Goodman und Frieder Bernius. Zahlreiche Tourneen mit den Passionen, dem Weihnachtsoratorium, der H-Moll-Messe, und den Kantaten von J. S. Bach unter Helmuth Rilling, Philippe Herreweghe oder Gustav Leonhardt führten ihn durch ganz Europa, die USA und Südostasien. Sein Repertoire umfasst alle bedeutenden oratorischen Werke von der Renaissance bis zur Gegenwart, Claudio Monteverdis Marienvesper ebenso wie Mendelssohns Elias, Schumanns Faust-Szenen (Radio Philharmonie Saarbrücken) oder Brittens War Requiem (Gasteig München).

Auch die zeitgenössische Musik bildet einen wichtigen Bestanteil seiner Arbeit: Dazu zählen z.B. die Uraufführung der Kammeroper Death knocks von Christian Jost sowie einiger Werke von Enno Poppe, Philipp Maintz und Babette Koblenz aber auch Werke Aribert Reimanns oder Wolfgang Rihms. Kürzlich übernahm er für Matthias Goerne die Aufführung von Nacht der Verlorenen von Thomas Larcher in Porto. Im Oktober 2011 sang er die Titelpartie in Stefan Heuckes Oratorium Nikolaus Groß (UA) in Duisburg und Essen.

Er ist gern gesehener Gast auf internationalen Festivals: Rheingau, Schleswig-Holstein, Oregon Bach Festival, Jerusalem Chamber Music, Bodensee-Festival, Brühler Schlosskonzerte, Festival de Saintes u. a. Noack musiziert mit den Orchestern der großen Rundfunkanstalten und den namhaften Barockorchestern ebenso wie mit Kammermusikensembles, beispielsweise dem Sharoun-Ensemble oder Sabine Meyers Trio di Clarone. Außerdem wirkte er bei Harmonia-Mundi-CD-Produktionen der Johannespassion und der Leipziger Weihnachtskantaten (beide unter Philippe Herreweghe) und der Händel-Oper Siroe unter Andreas Spering mit und war an zahlreichen Rundfunkproduktionen beteiligt.

Noacks großes Interesse gilt dem Liedgesang. Bereits vor einigen Jahren sprang er mit großem Erfolg für Thomas Quasthoff bei einem Liederabend in Lindau ein. Gemeinsam mit Ruth Ziesak sang er Mahlers Wunderhorn-Lieder im Konzerthaus Berlin sowie in Stuttgart und Basel und produzierte jüngst für den SWR verschiedene Faust-Vertonungen. Beim Rheingau Festival 2010 sang er Mahlers Gesellen-Lieder mit Streichquartett. Im Sommer 2009 war er zu Gast bei der Schubertiade Schwarzenberg. In 2012 war er mit einem Liederabend erstmals zu Gast bei der Ruhrtriennale.

Noack gründete in Berlin gemeinsam mit dem Pianisten Manuel Lange die neue Konzertreihe Meisterlied im Musikinstrumenten-Museum, für die er neben eigenen Liederabenden auch bereits namhafte Gäste gewinnen konnte (Mojca Erdmann, Julia Giebel, Sibylla Rubens, Ruth Ziesak, Jan Kobow, Lothar Odinius, Rainer Trost u.a.).

Im Bereich der Oper zunächst konzertant tätig (z.B. Uraufführung der Kammer-Oper Death Knocks von Christian Jost, La Traviata bei den Herrenchiemsee-Festspielen, zahlreiche Barockopern im Rahmen verschiedener Festivals) debütierte Sebastian Noack im Juni 2009 in Donizettis Viva la Mamma an der Staatsoper Berlin. Im Januar 2010 gab er sein Rollendebüt als Wolfram von Eschenbach in Richard Wagners Tannhäuser an der Oper Halle unter der Leitung von Karl-Heinz Steffens. Im Januar 2011 debütierte er als Kurwenal (Tristan und Isolde) am Deutschen Nationaltheater Weimar und übernahm dieselbe Partie im März 2011 kurzfristig an der Deutschen Oper Berlin in Graham Vicks Neuinszenierung unter Donald Runnicles.

Im Sommer 2013 war Noack mit Ravels L’enfant et les sortilèges zu Gast in Japan, und im Herbst gastierte er in einer Tristan-Neuproduktion der niederländischen Reisoper wiederum als Kurwenal. Für das Jahr 2015 stehen zwei CD-Neuerscheinungen an: Schumann/Heine-Lieder bei OehmsClassics, sowie Lieder des wiederentdeckten Komponisten Hans Sommer bei Capriccio. Seit Oktober 2011 lehrt Noack als Gastprofessor für Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler.


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Tobias Pelkner, Fagott

studierte bei Alfred Rinderspacher an der Hochschule für Musik Mannheim und bei Klaus Thunemann an der Hochschule für Musik Hannover. 1992 gewann er mit dem „Diaphonia Quintett“ den Preis des „Deutschen Musikwettbewerbs“, worauf zahlreichen Tourneen, u.a. nach Spanien, England, Irland und in die Ukraine, sowie Rundfunkaufnahmen und Auftritte bei renommierten Festivals, wie dem „Rheingau Musikfestival“ oder dem „Mozartfest“ in Würzburg, folgten.

Von 1995 bis 2009 war er 1. Solo-Fagottist der Staatsoper Stuttgart. In der gleichen Position spielte er außerdem als Gast in zahlreichen großen deutschen Sinfonieorchestern wie dem Radiosinfonieorchester des SWR Stuttgart, dem WDR Sinfonieorchester und an großen Opernhäusern, u.a. an der Bayerischen Staatsoper München, an der Hamburger Staatsoper sowie an der Semperoper Dresden.
Weiterhin spielt er als Solofagottist im Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, im Münchner Kammerorchester und ist seit 2016 Mitglied im Festspielorchester der Bayreuther Festspiele.

Im Jahr 2007 erhielt er nach langjähriger privater Unterrichtstätigkeit den Ruf als Professor für Fagott an die Hochschule für Musik Hamburg. Seit 2008 ist Tobias Pelkner Professor an der Hochschule für Musik Detmold. 

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Christoph Poppen, Violine

Der Name Christoph Poppen steht seit Beginn seiner Dirigentenkarriere für innovative Programmatik und ein breit gefächertes Engagement für zeitgenössische Musik.

Zahlreiche Gastdirigate führten ihn u.a. zu den Bamberger Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, NDR Radiophilharmonie, WDR Sinfonieorchester, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Sächsische Staatskapelle Dresden, Wiener Symphonikern, Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Detroit und Indianapolis Symphony Orchestras, National Taiwan Symphony Orchestra, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, Orquesta Sinfónica de RTVE, Estonian National Symphony Orchestra, Singapore Symphony Orchestra und der Camerata Salzburg. Starke Präsenz zeitgt Christoph Poppen auch in Italien, wo er regelmäßig das Orchestra della Toscana, Orchestra dei Pomeriggi Musicali, Orchestra di Padova e del Veneto sowie das Haydn Orchester Bozen dirigiert.

Seit der Saison 2013/2014 ist Christoph Poppen Principal Guest Conductor beim Kölner Kammerorchester. Einladungen führen ihn außerdem nach Frankfurt, Osnabrück, Leverkusen und München. Darüber hinaus unternimmt er eine Konzertreise nach Südkorea und ist mehrmals in den Niederlanden, unter anderem mit einer Wiedereinladung beim Netherlands Philharmonic Orchestra, zu Gast.

Christoph Poppen ist ein äußerst gefragter Operndirigent. Letzte Saison leitete er die Neuinszenierung von Glucks Iphigénie in Aulis an der Staatsoper Stuttgart. 2009 leitete er konzertante Aufführungen von Bizets Perlenfischer an der Oper Frankfurt und wurde für die Wiederaufnahme der Zauberflöte 2012 wieder eingeladen. Im Mai 2012 präsentierte er die Neuinszenierung von Mozarts Entführung aus dem Serail am Aalto Theater in Essen. Eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Tiroler Landestheater in Innsbruck führte zu erfolgreichen Opernprojekten wie Mozarts Zauberflöte und La clemenza di Tito sowie einer konzertanten Aufführung von Rossinis Othello. Zuvor hatte er bereits Neuproduktionen von Arabella und Falstaff an diesem Haus geleitet. 2009 war er als Leiter der neuen szenischen Produktion Sing für mich, Tod über den Komponisten Claude Vivier mit der musikFabrik bei der RuhrTriennale in Gelsenkirchen aufgefallen.

Von 1995–2006 war Christoph Poppen Dirigent und künstlerischer Leiter des Münchener Kammerorchesters, dem er in kürzester Zeit ein neues Profil verlieh. Seine unverwechselbare Programmatik, die auf der Gegenüberstellung von klassischem und zeitgenössischem Repertoire basierte und viele Auftragswerke beinhaltete, fand international Beachtung. 2006 wurde Christoph Poppen Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken und übernahm so in seiner ersten Saison die künstlerische Verantwortung auch für die Fusionierung des Orchesters mit dem Rundfunkorchester Kaiserslautern. Der renommierte Dirigent war seit der Gründung des Orchesters in der Saison 2007/2008 Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und hatte diese Position bis 2011 inne.

Für seine künstlerische Leistung sowie sein Engagement für die Deutsche Radio Philharmonie und die saarländische Kulturszene wurde Christoph Poppen mit dem Kunstpreis des Saarlandes 2010 ausgezeichnet. Christoph Poppen engagiert sich außerdem für den Bau der Saarphilharmonie, einem neuen Konzertsaal in Saarbrücken. Die Saarphilharmonie soll im E-Werk Burbach nach Entwürfen des renommierten Architekten Stephan Braunfels entstehen.

Christoph Poppens umfassende Diskographie beinhaltet Werke von Tigran Mansurian, Sofia Gubaidulina, Karl Amadeus Hartmann, Giacinto Scelsi sowie Mozart und Schubert, viele davon erschienen bei ECM Records. Mit dem Münchener Kammerorchester und Isabelle Faust hat er eine Gesamteinspielung von Haydns Violinkonzerten vorgelegt sowie seine eigene Fassung für Streichorchester von Schuberts Der Tod und das Mädchen. Anfang 2008 veröffentlichte er mit der Deutschen Radio Philharmonie die gesamten Symphonien Mendelssohns bei Oehms Classics. Eine weitere Aufnahme mit diesem Orchester mit Werken von Frank Martin erschien im Frühjahr 2008 bei ECM Records. In den Jahren 2009 bis 2013 spielte Christoph Poppen zusammen mit der Deutschen Radio Philharmonie sämtliche Sinfonien Tschaikowskys, sowie die Ouvertüre 1812, Hamlet Ouvertüre, Capriccio Italien und den Slavischen Marsch für Oehms Classics ein. 2011 erschien die Einspielung Jörg Widmanns Messe für Orchester und Elegie mit der Deutschen Radio Philharmonie und Widmann als Solist bei ECM Records.

Als Geiger ist Christoph Poppen Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Violinwettbewerbe. 1978 gründete er das Cherubini Quartett, mit dem er als Primarius 1981 den Grand Prix beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in Evian/Frankreich gewann. Es folgten Konzerte auf fast allen bedeutenden Podien der Welt sowie zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. Das Projekt „Morimur“ – ein Programm um Bachs Partita d-Moll von Christoph Poppen mit dem Hilliard-Ensemble – fand sowohl als CD als auch in Konzerten höchste Anerkennung bei Publikum und Kritik.

Als Pädagoge lehrte Christoph Poppen von 1988 bis 1995 an der Hochschule für Musik in Detmold und folgte 1995 einem Ruf an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, deren Rektor er später wurde. Im Jahre 2000 wurde er mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet. Von 2000 bis 2005 war Christoph Poppen künstlerischer Leiter des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD. Seit 2003 ist er Professor für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater München.


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Alberto Carnevale Ricci, Klavier

Alberto Carnevale Ricci ist in Pavia, Italien geboren. Er studierte Klavier am Konservatorium G. Verdi in Mailand bei Ottavio Minola und bei Alfredo Perl an der Hochschule für Musik in Detmold. Er absolvierte sein Konzertexamen mit Auszeichnung. Weitere Impulse erhielt er in Meisterkursen von Riccardo Risaliti, Paolo Bordoni, Oleg Marshev, Günter Ludwig, Elisso Virsaladze, Joaquin Achucarro, Bruno Canino, Menahem Pressler, darüber hinaus vom Trio di Parma, Trio di Trieste und vom Artemis Quartett.

Alberto Carnevale Ricci spielte bereits Konzerte in Europa (Italien, Deutschland, Frankreich, Serbien, der Schweiz, Estland, Griechenland, Belgien und den Niederlanden) und in den USA. Durch vielseitige Kammermusiktätigkeit konnte er in unterschiedlichen Formationen Erfahrung sammeln. Zum 100. Geburtstag von Olivier Messiaen spielte er Des Canyons aux étoile ... unter der Leitung von Peter Prommel.

Sein spezielles Interesse gilt der zeitgenössischen klassischen Musik. Auf diesem Gebiet hat er bereits mit vielen Komponisten wie Alessandro Solbiati, Mark Andre, Helmut Lachenmann, Matthias Pintscher und Pierre Boulez zusammengearbeitet. Seit 2009 bringt er verstärkt neue Stücke für Klavier und elektro-akustische Instrumente zur Aufführung und beschäftigt sich intensiv mit freier Improvisation. Im Jahr 2010/2011 erhielt er ein Stipendium für den Masterstudiengang Zeitgenössische Musik der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main.

Beim Label Stradivarius erschien eine Aufnahme mit Kompositionen von Alfredo Casella, die auch im Italienischen Rundfunk (Radio 3) gesendet wurden. Darüber hinaus spielte er Rundfunkaufnahmen für den Südwestrundfunk 2, WDR 2 und für Radio Classica ein.


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Gerhild Romberger, Mezzosopran

Gerhild Romberger ist im Emsland geboren und aufgewachsen. Nach dem Studium der Schulmusik an der Hochschule für Musik in Detmold schloss sie ihre Gesangsausbildung bei Heiner Eckels mit Konzertexamen ab. Kurse bei den Professoren für Liedgestaltung Mitsuko Shirai und Hartmut Höll ergänzten ihr Studium. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie in Detmold, wo sie seit langem als ungemein beliebte Lehrerin eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik innehat.

Die Mezzosopranistin hat sich in ihrem Singen immer auf den Konzertgesang konzentriert, Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden Liederabende unterschiedlichster Thematik sowie die Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik. Das außergewöhnlich weitgespannte Repertoire der Sängerin umfasst alle großen Alt- und Mezzo-Partien des Oratorien- und Konzertgesangs vom Barock über die Klassik und Romantik bis hin zur Literatur des 20. Jahrhunderts.

Wichtige Stationen in den vergangenen Jahren waren für Gerhild Romberger die Konzerte mit Manfred Honeck, der sie u. a. für Mahlers Symphonien, Beethovens Missa solemnis oder die Große Messe von Walter Braunfels einlud, Konzerte beim NDR Hamburg mit Wolfgang Rihms Drei späte Gedichte von Heiner Müller, mit der Tschechischen Philharmonie Prag, zahlreiche Aufführungen mit Enoch zu Guttenberg
(u. a. Bachs Passionen, Verdi Messa da Requiem, Beethoven Missa solemnis sowie mit Wagners Wesendonckliedern). Nach einer Aufführung von Bachs Matthäus-Passion in der Münchner Philharmonie schwärmte die Presse: „Die schöne Stimme der Altistin strahlt bei aller Klarheit eine überirdische Wärme aus, mal liebevolle Mutter, dann zärtliche Geliebte – Gerhild Romberger singt und die Zeit bleibt stehen.“ (Süddeutsche Zeitung).

Ihre Arbeit führt sie zum Leipziger Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly, wiederholt zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (mit Schmidts Buch mit den sieben Siegeln oder mit Mendelssohns Elias mit Thomas Hengelbrock), zum Israel Philharmonic Orchestra unter Herbert Blomstedt, zu den Sinfonieorchestern des WDR und MDR oder zum Konzerthausorchester Berlin. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet Gerhild Romberger mit Ralf Otto vom Mainzer Bachchor oder auch mit Philippe Herreweghe und dem Orchestre des Champs Elysées Paris.

2012 war die Mezzosopranistin u.a. bei den Berliner Philharmonikern, dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, der Tschechischen Philharmonie Prag, dem Gewandhausorchester, auf Tournee mit Beethovens Missa solemnis mit dem Orchestre des Champs Elysées unter Philippe Herreweghe und beim Chor des Bayerischen Rundfunks zu erleben. Zukünftige Konzerte bringen Sie u.a. mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra und Manfred Honeck nach Amerika und auf Tournee nach Europa (2. Mahler und Mozart-Requiem).


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Linus Roth, Violine

„Was Roth hier an Virtuosität, überschäumendem Temperament, leidenschaftlicher Glut und Perfektion zeigte, riss das Publikum vom Stuhl.“ (Süddeutsche Zeitung)

Seit der Auszeichnung mit dem Echo-Klassik-Preis als „Bester Nachwuchskünstler 2006“ für seine EMI Debut CD gehört Linus Roth zu den interessantesten Geigern seiner Generation und hat sich nicht nur mit dem Standardrepertoire, sondern auch mit der Wieder- oder Neuentdeckung zu Unrecht vergessener Werke einen internationalen Namen gemacht.

Als Solist trat Linus Roth u.a. mit dem Orchester der Staatsoper Stuttgart, dem Münchner Kammerorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, den Radiosinfonieorchestern des SWR und Berlin, dem Orquesta de Cordoba, dem Orchestra della Toscana Florenz, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, der Wiener Kammerphilharmonie, dem Berner Sinfonieorchester, dem Orchestra del Teatro San Carlo Neapel, dem Kölner Kammerorchester und dem Brucknerorchester Linz auf. Zu den Dirigenten, mit denen er zusammenarbeitete, gehören u.a. Gerd Albrecht, Herbert Blomstedt, Andrey Boreyko, Dennis Russell Davies, Hartmut Haenchen, Manfred Honeck, James Gaffigan, Mihkel Kütson und Antoni Wit.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist Linus Roth u.a. mit Nicolas Altstaedt, Gautier Capuçon, Kim Kashkashian, Albrecht Mayer, Nils Mönkemeyer, Andreas Ottensamer, Itamar Golan und Danjulo Ishizaka aufgetreten. Eine jahrelange Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem argentinischen Pianisten José Gallardo.

Mit besonderem Interesse widmet sich Linus Roth in Konzert und Aufnahme dem Schaffen von Mieczyslaw Weinberg. Die 2013 bei Challenge Classics veröffentlichte und von Publikum und Presse vielbeachtete Einspielung aller Werke für Geige und Klavier von Mieczyslaw Weinberg fand mit der Aufnahme von Weinbergs Violinkonzert mit dem Deutschen Symphonie-Orchester und dem Concertino mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn ihre Fortsetzung (beide CDs wurden mit dem „Editor´s Choice“ des Gramophone Magazine ausgezeichnet). Das Oeuvre von Mieczyslav Weinberg in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, ist auch das Anliegen der Internationalen Weinberg Society. Der von Linus Roth 2015 gegründete Verein widmet sich der Organisation und Unterstützung von Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, interdisziplinären Veranstaltungen, sowie Publikationen in Ton und Schrift zu Werk und Leben des polnisch-jüdischen Komponisten.

Nachdem Linus Roth die Vorklasse von Prof. Nicolas Chumachenco an der Musikhochschule Freiburg besucht hatte, studierte er zuerst bei Prof. Zakhar Bron. Darauf folgten mehrere Studienjahre bei Prof. Ana Chumachenco an den Musikhochschulen Zürich und München. Weitere wichtige Anregungen erhielt er auch von Salvatore Accardo, Miriam Fried und Josef Rissin. Während seiner Studienzeit war er außerdem Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung. Im Oktober 2012 wurde Linus Roth auf eine Professur für Violine an das "Leopold-Mozart-Zentrum" der Universität Augsburg berufen.

Linus Roth spielt die Stradivari „Dancla“ aus dem Jahr 1703 – eine freundliche Leihgabe der Musikstiftung der L-Bank Baden-Württemberg.


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Stephan Rügamer, Tenor

Der Tenor Stephan Rügamer stammt aus Bayern und studierte zunächst Schulmusik an der Hochschule für Musik Würzburg, bevor er sich dem Gesangsstudium an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. James Wagner und Prof. Günter Binge zuwandte. Von 1995 bis 1998 war er als lyrischer Tenor am Theater Lübeck engagiert, wo er Partien wie Don Ottavio, Belmonte, Alfred (Fledermaus) und Alfredo (La Traviata) sang.

Daniel Barenboim verpflichtete den jungen Tenor 1999 an die Staatsoper Unter den Linden Berlin, deren Ensemble er seitdem angehört. Hier sang er Partien wie den David in Die Meistersinger von Nürnberg, Macduff in Macbeth, Tamino in Die Zauberflöte, Sänger in Der Rosenkavalier, NARRABOTH in Salome, BORIS in Katja Kabanowa, SCHUISKIJ in Boris Godunow, Erik in Der fliegende Holländer, Tom Rakewell in The Rakes Progress von Igor Strawinski und viele andere mehr.

Gastverpflichtungen führten Stephan Rügamer mit Partien wie Cassio in Verdis Otello, Max in Webers Freischütz, Sou Chong in Lehars Land des Lächelns u. a. an die Staatsoper Stuttgart, die Semperoper Dresden, an die Oper Frankfurt sowie an die Staatsoper München, regelmäßig an das Teatro Real in Madrid und die Scala di Milano, wo er zuletzt den Loge in Wagners Rheingold interpretierte.

Er sang beim Luzern Festival und bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen. Im Pariser Theatre du Châtélèt sang er die Rolle des Matteo in Richard Strauss´ Arabella, für die er 2014 auch an die Hamburger Staatsoper engagiert ist.

Verschiedene Liederabende und Konzertauftritte führten Stephan Rügamer in die großen Konzertsäle nach Hamburg, München, Wien, Prag, Amsterdam, London, Paris, Tel Aviv, Jerusalem, Montreal, Tokyo, Chicago und Los Angeles, unter anderem mit dem Concerto Köln, dem Orchester des Bayrischen Rundfunks, des RBB, des Radio France, dem Jerusalem Philharmonie Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Gulbenkian Orchestra Lissabon und anderen unter Dirigenten wie Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Christoph von Dohnanyi, Michael Gielen, Daniel Harding, Phillip Jordan, Zubin Metha, Ingo Metzmacher, Kent Nagano, Andris Nelsons, Kyril Petrenko, Simon Rattle, Heinrich Schiff und Sebastian Weigle.

2013 erschienen eine DVD mit Stephan Rügamer als Loge in Wagners Rheingold aus der Scala di Milano, eine CD – ebenfalls als Loge – mit Valery Gergiev und dem Orchester des Marinskij- Theater St. Petersburg, eine DVD von Alban Bergs Lulu mit Stephan Rügamer als Maler/Neger unter der Regie von Andrea Breth und dem Dirigat von Daniel Barenboim.

Seit 2007 unterrichtet der Tenor als Gesangsdozent an der Hochschule für Musik- Hanns Eisler- Berlin.


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Maxim Rysanov, Viola und Leitung

Der ukrainisch-britische Bratschist Maxim Rysanov hat sich international als herausragender und charismatischer Musiker einen Namen gemacht. Er wurde bereits für einen Grammy Award nominiert und konzertiert bei den bedeutendsten Festivals der internationalen Musikszene, wie den BBC Last Night of the Proms, dem Edinburgh Festival, dem Crescendo Festival, den Musikfestivals in Peking, Istanbul und Berlin oder den Salzburger Festspielen. Seine Erfolge als Solist verbindet er nun auch mit einer Karriere als Dirigent. So leitete er z.B. das Symphonieorchester Basel, die Oslo Camerata, das Detmolder Kammerorchester, die Dala Sinfonietta und die Southbank Sinfoniadas, das Orquesta Sinfónica de Castilla y Léon, das Georgische Nationalorchester oder das Philharmonische Orchester Częstochowa und dirigierte bei den Festivals in Dubrovnik (mit Roger Moore als Rezitator), Utrecht (mit Janine Jansen), Boswil (mit Vilde Frang) und dem Finale des Violafestivals Peking.

In der aktuellen Saison debütiert er als Dirigent beim Russischen Nationalorchester, dem Spanischen Rundfunksinfonieorchester, La Verdi in Mailand, Baltic Neopolis, dem Scottish Ensemble, den London Mozart Players und dem Danubia Orchestra. Wiedereinladungen führen ihn zum Lithauischen Kammerorchester und der Riga Sinfonietta.
Als Bratschist steht in der aktuellen Saison u.a. die Uraufführung eines neuen Violakonzertes von Peteris Vasks auf der Agenda, welches vom BBC Nationalorchester Wales, dem Vale of Glamorgan Festival und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg beauftragt wurde.

Aufgrund seiner wachsenden Begeisterung für Neue Musik setzt der Künstler seine Zusammenarbeit mit Sergei Akhunov, Dobrinka Tabakova, Benjamin Yusupov, Michael Pletnev, Leonid Desyatnikov, Giya Kancheli und Krzysztof Penderecki fort. 2014 wirkte er in der Russland-Premiere von Pendereckis Doppelkonzert unter Leitung von Maestro Fedoseev mit. In diesem Jahr wird das Werk mit der Sinfonica Carsovia unter der Leitung des Komponisten neuerlich aufgeführt.

Seine bisherige Konzerttätigkeit umfasst Engagements mit dem Mariinsky Orchester (Valery Gergiev), dem Russischen Nationalorchester (Mikhail Pletnev), BBC Symphony Orchestra (Jiří Bělohlávek), Seattle Symphony (Andrey Boreyko), Orquesta de Castilla y Leon und Oslo Philharmonic (Vasily Petrenko), dem DSO Berlin (Tugan Sokhiev), Moscow Philharmonic (Yuri Simonov), BSO (Vladimir Fedoseev), Gürzenich Orchester (Sir Mark Elder), hr Sinfonieorchester (Philippe Herreweghe), NDR Symphonieorchester (Eivind Gullberg Jensen), Prager Rundfunkorchester (Juraj Valcuha), RTE Symphony Orchestra (Olari Elts), Adelaide Symphony Orchestra (Arvo Volmer), West Australian Symphony Orchestra (Vladimir Verbitsky), Auckland Symphony Orchestra (Eckehard Stier), dem Dänischen Nationalorchester (Michael Schoenwandt), Malaysian Philharmonic (Yan Pascal Tortelier), Shanghai Symphony (Long Yu), Orquesta Sinfonica de Euskadi (Diego Matheuz), Ulster Orchestra (Paul Watkins), European Union Youth Orchestra (Matthias Bamert) und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg und den Krakauer Philharmonikern (Michal Dworzynski).

Maxim Rysanov ist ein engagierter Kammermusiker. Er spielt z.B. in Formationen mit Sol Gabetta, Janine Jansen, Maxim Vengerov, Janine Jansen, Mischa Maisky, Gidon Kremer, Konstantin Lifschitz, Vadim Repin, Leif Ove Andsnes, Nicola Benedetti, Kristina Blaumane, Boris Brovtsyn, Michael Collins, Alice Coote, Augustin Dumay, Martin Fröst, Viktoria Mullova, Alexander Sitkovetsky, Denis Matsuev, Ashley Wass, Alexei Ogrintcouk, Eldar Nebolsin und Jakov Katsnelson. Zahlreiche Auszeichnungen belegen sein Renommé in der internationalen Musikszene, darunter der Classic FM Gramophone Young Artist of the Year Award, der BBC Radio 3 New Generation Award und Wettbewerbspreise in Genf, Lionel Tertis und Valentino Bucchi.

Maxim Rysanovs Debütalbum hinterließ einen nachhaltigen, in der Fachwelt durch Verleihung des Gramophone Editor’s Choice Award ausgezeichneten Eindruck. Auch seine nächsten beiden Veröffentlichungen erhielten diese Auszeichnungen, und sein viertes Album erreichte Spitzenplätze in den amerikanischen iTunes-Charts. In der Saison 2014/15 erweiterte er seine Diskografie beim Label BIS um das Violawerk von Martinu, in Zusammenarbeit mit dem BBC Symphony Orchestra, Jiří Bělohlávek, Alexander Sitkovetsky und Katya Apekisheva, sowie um eine Aufnahme der Sinfonia Concertante von Mozart mit Vilde Frang bei Parlophone, die mit einem ECHO-Klassik ausgezeichnet wurde. Die Martinu-Aufnahme erhielt wiederum den Gramophone Editor's Choice Award.

Auf der Debüt-CD der Komponistin Dobrinka Tabakova (ECM 2013) wirkte Maxim Rysanov als Solist und Dirigent mit – die Aufnahme erreichte Platz 2 der britischen Klassik-Charts und kam 2014 auf die Auswahlliste für den Grammy.

Der gebürtige Ukrainer lebt heute in London. Er studierte Viola bei Maria Sitkovskaya in Moskau und bei John Glickman in London an der Guildhall School of Music and Drama. Orchesterleitung studierte er bei Alan Hazeldine an der Guildhall School of Music in London, Meisterkurse besuchte er u.a. bei Gennady Rozhdestvensky und Jorma Panula.
Seine Viola ist eine Giuseppe Guadagnini (1780), freundliche Leihgabe der Elise Mathilde Stiftung.


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Rafael Sánchez-Araña, Gastdirigent

Geboren auf Gran Canaria begann Rafael Sáchnez-Araña im Alter von sieben Jahren (1991) seine musikalisch-künstlerische Laufbahn mit Geigenunterricht bei José Brito López an der städtischen Musikschule in Vecindario (Santa Lucía, Gran Canaria). Zusätzlich erhielt er Unterricht in Harmonielehre, Gesang, Komposition und Chorleitung bei D. Francisco Brito Báez und den Geigern Tatiana Romanova und später Anatoly Romanov. 1999 wurde er Mitglied des Sinfonieorchesters von Las Palmas.

Im Jahr 2003 nahm er sein Violinstudium bei Vila Isabel am Musikkonservatorium von Salamanca auf und absolvierte Meisterkurse bei Hagai Shaham, Enrique García Asensio, Vicente Huertas, Mauro Rossi und Adrian Adlam. Im Juni 2007 schloss er sein Studium der Violine ab. Zusätzlich zu seinem Violinstudium realisierte er zwischen 2003 und 2006 ein Studium der Chorleitung bei Blanca Anabitarte (Musikkonservatorium von Salamanca) und Nuria Fernández (Aula de Música-Alcalá, 2006). Mit Auszeichnung schloss er dieses im Juni 2012 am Musikkonservatorium de Canarias (Las Palmas, Gran Canaria) ab. Weiterführend absolvierte er mit einem Erasmus-Stipendium einen dreimonatigen Studienaufenthalt am Musikkonservatorium J. Tomadini in Udine (Italien) bei PierAngelo Pelucchi. Für das Wintersemester 2012/2013 folgte er der Einladung der Hochschule für Musik Detmold in die Klasse von Prof. Karl-Heinz Bloemeke.

Rafael Sánchez-Araña ist Gründer dreier Ensembles (alle 2007): des Streichquartetts Cuarteto Di’archi, des Ensembles Vocal Siete und der Camerata clásica de Canarias. Seit 2007 unterrichtet er im Fach Violine sowie Orchester- und Kammermusik an der städtischen Musikschule von Las Palmas auf Gran Canaria.

Der junge Dirigent blickt auf eine rege Konzerttätigkeit in Spanien, Italien und Deutschland. So übernahm er die Chorleitung im Requiem In memoriam Francisco Brito und der Wiederbelebung der traditionellen Misa del Gallo am Weihnachtsabend in der Kathedrale von Las Palmas (2010). In 2011 war er musikalischer Leiter der konzertanten Aufführung der Oper L’elisir d’amore von Gaetano Donizetti im Rahmen der Reihe Taller de ópera (künstlerische Leitung: PierAngelo Pelucchi) im Musikkonservatorium de Canarias. Er war Chorleiter für Mozarts Requiem KV 626 mit dem Sinfonieorchester von Las Palmas unter der Leitung von José Brito und stand diesem  Orchester bei den Weihnachtskonzerten mit Haydns Misa Sancti Nicolai Hob:XXII:6 und dem Laudate pueri RV 601 von Antonio Vivaldi vor. Mit seinem Ensemble Vocal Siete nahm er im Dezember 2011 am internationalen Festival für Vokalensembles Voicemania in Wien teil sowie im Mai 2012 am Festival A-Capella in Hannover. In 2012 war er Assistent von PierAngelo Pelucchi bei der Produktion Così van tutte von Mozart am Teatro Pérez Galdós in Las Palmas und assistierte Paolo Olmi für Il barbiere di Siviglia von Rossini an der Nationaloper von Bordeaux (August 2012) sowie Alessandro D’Agostini für Die Zauberflöte beim Opernfestival von Teneriffa (Oktober 2012).

Weitere Zusammenarbeiten verbinden ihn mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester von Teneriffa, für das er auch ein musikpädagogisches Konzept erstellte, dem Europäischen Jugendorchester, dem Sinfonieorchester von Las Palmas (Neujahrskonzert 2012 mit den Solisten Laura Hernandez (Klarinette), Rubén Sánchez (Violine) und Judith Pezoa (Sopran)) und dem Gaetano-Donizetti-Orchester in Gessate (Italien) bestehend aus Mitgliedern des Orchesters der RAI in Turin.

Er ist Herausgeber und wissenschaftlicher Beirat der elfteiligen Werkausgabe der Obra Esencial Francisco Brito Báez, der Werke des spanischen Komponisten Francisco Brito Báez und zugleich Chorleiter der dazugehörigen Konzertreihe.


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Andreas Schmidt, Bassbariton

wurde als Sohn des Kirchenmusikdirektors Prof. Hartmut Schmidt in Düsseldorf geboren. Er studierte zunächst Klavier, Orgel und Dirigieren, dann Gesang bei Ingeborg Reichelt in Düsseldorf und Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin.

Nach dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs wurde er sofort an die Deutsche Oper Berlin engagiert. Seitdem hat er in Berlin sowohl an der Deutschen Oper wie auch an der Staatsoper in zahlreichen Rollen auf der Bühne gestanden, u.a. als Guglielmo (Cosí fan tutte), Almaviva (Le nozze di Figaro), Don Giovanni, Wolfram (Tannhäuser), Valentin (Faust), Posa (Don Carlo), Marcello (Bohème), Beckmesser (Meistersinger), Amfortas (Parsifal), Amonasro (Aida), Faninal (Rosenkavalier), Gunther (Götterdämmerung), Kurwenal (Tristan und Isolde) sowie in Uraufführungen von Wolfgang Rihm und Hans Werner Henze.

Andreas Schmidt gastierte an wichtigen Opernhäusern wie z.B. den Staatsopern von Hamburg, Dresden, München und Wien, der Nederlandse Opera Amsterdam, dem Grand Theatre de Geneve, dem Royal Opera House Covent Garden London, dem Gran Teatro del Liceu Barcelona, dem Teatro Real Madrid, der Grand Opera und der Opera de la Bastille Paris, dem Teatro alla Scala Milano, dem Teatro San Carlo Napoli und der Metropolitan Opera New York.

Konzert- und Liederabendtourneen führten Andreas Schmidt in die Musikzentren der ganzen Welt, wo er mit nahezu allen bedeutenden Orchestern aufgetreten ist. Er arbeitete mit Dirigenten wie Abbado, Ashkenazy, Barenboim, Bernstein, Bertini, Blomstedt, Bolton, Brüggen, Bychkov, Chailly, Conlon, C. Davis, Dohnanyi, Eschenbach, Frühbeck de Burgos, Gatti, Gardiner, Gielen, Giulini, Haitink, Harnoncourt, Herreweghe, Janowski, Jordan, Levine, Luisi, Marriner, Masur, Metzmacher, Muti, Nagano, Norrington, Ozawa, Rilling, Sawallisch, Schreier, Sinopoli, Solti, Stein, Tate, Thielemann u.v.a. Neben seinen Verpflichtungen als Opern-und Konzertsänger hat sich Andreas Schmidt auch als Liedersänger einen Namen gemacht. Seit einigen Jahren hat der Sänger eine feste künstlerische Partnerschaft mit dem Pianisten Rudolf Jansen, daneben hat er aber auch immer mit anderen Partnern musiziert, so mit Vladimir Ashkenazy, Elena Bashkirova, Daniel Barenboim, Jörg Demus, Helmut Deutsch, Hartmut Höll, Burkhard Kehring, Geoffrey Parsons und Roger Vignoles.

Zahlreiche Funk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren die künstlerische Bandbreite des Sängers von Bach bis Rihm, ebenso wie die mehr als 130 Plattenproduktionen für DGG, BMG, Philips, Decca, Teldec, Sony, EMI, CPO, Hänssler u.a., die vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurden wie dem Deutschen Schallplattenpreis, dem Grand Prix du disque, oder dem ECHO-Klassik.

Auch bei den bedeutenden Festivals ist Andreas Schmidt ein gefragter Künstler, so bei den Salzburger Festspielen, den Wiener und Berliner Festwochen, in Aix-en-Provence, Edinburgh und Glyndebourne. In Bayreuth war er sieben Jahre lang Beckmesser in den Meistersingern von Nürnberg bei den Festspielen unter der Leitung von Daniel Barenboim und Christian Thielemann und fünf Jahre Amfortas im Parsifal unter Giuseppe Sinopoli, Christoph Eschenbach und Christian Thielemann.

Andreas Schmidt arbeitet als Juror bei internationalen Gesangswettbewerben, gibt im In- und Ausland Meisterkurse, er ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verbandes Düsseldorf. 1997 wurde ihm vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg der Titel „Kammersänger" verliehen. 2007 folgte er dem Ruf auf eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, Dresden, 2010 wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater, München.


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Benedikt Seel, Fagott

Benedikt Seel wurde 1992 in Ebersberg geboren. Seit 1998 nahm er Klavierunterricht und begann 2002 mit dem Fagottspiel bei Markus Fromm. 2004 wechselte er zu Gernot Friedrich (Bayerisches Staatsorchester), von dem er bis zu seinem Abitur 2011 unterrichtet wurde. Im Anschluss nahm er sein Fagottstudium an der Musikhochschule Detmold bei Professor Tobias Pelkner auf. Weitere musikalische Impulse erhielt er auf Meisterkursen der Professoren Karsten Nagel, Bence Boganyi, Dag Jensen und Klaus Thunemann. Als Solist trat er u.a. mit dem „Akademischen Orchesterverband München“, der „Neuen Philharmonie München“ im Herkulessaal der Residenz München und der Philharmonie Berlin auf.

Während seiner Schulzeit sammelte Seel Orchestererfahrungen im Bayerischen Landesjugendorchester, dem Ensemble Interculturel und dem Jugendorchester der Bayerischen Staatsoper. Von 2012 bis 2014 war er Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters, mit dem er bei Konzerten in ganz Europa auftrat. Im Alter von 19 Jahren wurde Seel 2012 für ein Jahr stellvertretender Solofagottist der Hamburger Philharmoniker/ Staatsoper Hamburg.


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Guido Schiefen, Violoncello

geboren 1968 bei Bonn, studierte er an der Musikhochschule Köln bei Prof. Alwin Bauer und erhielt prägende Anregungen von Maurice Gendron und Siegfried Palm. Nach frühen Wettbewerbserfolgen bereits in jungen Jahren (1. Bundespreis „Jugend musiziert“) und dem Gewinn des Hochschulwettbewerbs Köln 1989 wurde Guido Schiefen als zweiundzwanzigjähriger 1990 Preisträger des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau. Der Stipendiat der „Studienstiftung des deutschen Volkes“ wurde dazu noch 1993 mit dem begehrten Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstler ausgezeichnet.

Mit Kammermusikpartnern wie Ingolf Turban, Alfredo Perl, Olaf Dreßler, Günter Ludwig, Ralph Manno, Dieter Klöcker, Anette Maiburg, Henri Sigfridsson, dem „ensemble incanto“ u.a.m. konzertiert Guido Schiefen auf nationalen wie internationalen Podien. Auch dort findet seine Bühnen- und Medienpräsenz aufmerksame und begeisterte Resonanz.

Seit seinem erfolgreichen Debüt mit den Solosuiten von J. S. Bach bei der Bachwoche Ansbach hat sich Guido Schiefen einen glänzenden Ruf als Interpret dieser Werke erworben, der sich auch in seiner CD-Einspielung der sechs Suiten wiederspiegelt. Seine umfangreiche Diskographie beinhaltet wesentliche Werke der Cello-Literatur und der Kammermusik, wie die Cellokonzerte von Dvorak und Offenbach, die Solosonate von Zoltán Kodály, die Solosuiten von Max Reger, die Kompositionen für Cello von Franz Liszt und sämtliche Cello-Sonaten von Ludwig van Beethoven. Letztere Einspielungen wurden in der internationalen Fachpresse (The strad, Stereoplay, Klassik heute) enthusiastisch rezensiert, die Beethoven-Sonaten erhielten den begehrten „Stern“ der Fachzeitschrift FONOFORUM. Sein breites Repertoire beinhaltet ebenfalls Werke zeitgenössischer Komponisten, die ihm zum Teil auch gewidmet sind.

Seit 2000 ist es Guido Schiefen als Künstlerischem Leiter des „Rhein-Sieg Kammermusikfestivals“ rasch gelungen, mit diesem Kulturevent durch seine ambitionierten Programme Zuspruch und ein starkes Echo von Publikum und Presse im Großraum Köln-Bonn zu gewinnen.

Ein besonderes Anliegen ist Guido Schiefen die Ausbildung und Förderung des talentierten Nachwuchses. So widmet der international gefragte Pädagoge mit großem persönlichem Engagement Zeit für Meisterkurse im In- und Ausland wie u.a. in Ungarn, den USA und Deutschland. Seit Herbst 2008 lehrt Guido Schiefen in der Schweiz an der Hochschule für Musik Luzern. Guido Schiefen wird gefördert von der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation, München. Weitere Informationen unter www.guidoschiefen.de.


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Alexander Sitkovetsky, Violine

In Moskau in eine Musikerfamilie geboren, gab Alexander Sitkovetzky sein Konzertdebüt im Alter von acht Jahren und nahm im selben Jahr noch sein Studium an der Menuhin School in England auf. Lord Menuhin war ihm wichtige Inspiration während der folgenden Jahre und Duopartner bei Konzerten mit u.a. Bachs Doppelkonzert oder Duetten von Béla Bartok im St. James‘ Palace. Unter Menuhins Stabführung trat Sitkovetsky auch als Solist des Violinkonzertes von Mendelssohn auf. Er konzertierte mit Orchestern wie den London Mozart Players, English Chamber Orchestra, Academy of St. Martin’s in the Fields, Konzerthausorchester Berlin, Netherlands und Royal Philharmonic, Tokyo und Malmö Symphony, European Union Chamber Orchestra, der Anhaltischen Philharmonie Dessau, Moskauer Sinfonie- und Kammerorchester, Mulhouse Symphony Orchestra, dem Stuttgarter und Littauischem Kammerorchester, der Welsh National Opera und dem BBC Concert Orchestra. Er arbeitete mit u.a. den Dirigenten Sir Mark Elder, Yakov Kreizberg, Dmitry Sitkovetsky, Denis Russell Davies, Andrew Sewell, Alexander Dmitriev, Mark Soustrot, Julia Jones, Michel Tabachnik, George Hanson und Joseph Swensen zusammen.

In der Spielzeit 2014/2015 gab Sitkovetsky sein Debüt beim Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Tokyo und beim BBC Scottish Symphony Orchestra in Glasgow, ebenso bei der Riga Sinfonietta, den Polnischen Philharmonikern und dem Orquesta Filarmónica de Bolivia. Er war Gastsolist innerhalb zweier Welttourneen mit den Brüsseler Philharmonikern und dem St. Petersburger Symphonieorchester. Als Gastdirigent tourte er mit dem Australischen Kammerorchester durch Australien und realisierte eine sechsmal ausverkaufte Konzertreihe mit dem Royal Philharmonic Orchestra in der Royal Albert Hall in London. Bevorstehende Höhepunkte beinhalten sowohl sein Debüt mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Münchner und Norwegischen Kammerorchester sowie eine England-Tournee mit dem Wiener Tonkünstler-Orchester.

Bei Angel/EMI, Decca, Orfeo, Onyx, BIS und Avanti Classics liegen CD-Einspielungen von Alexander Sitkovetzky vor, u.a. Bachs Doppelkonzert mit Julia Fischer. Im Jahr 2011 wurde er mit dem ersten Preis beim „Trio di Trieste“ Duo-Wettbewerb, gemeinsam mit dem Pianisten Wu Qian, ausgezeichnet. Beide führte eine umfangreiche Konzerttournee durch Italien und in die „Weill Hall“ der Carnegie Hall in New York.

Die Kammermusik ist Alexander Sitkovetsky ein wichtiges Anliegen. So ist er Mitglied des namhaften “Music Society Two“-Programms des Lincoln Centers in New York und Gründungsmitglied des Sitkovetsky Piano Trio mit Pianist Wu Qian und Cellist Richard Harwood, das mit mehreren Preisen, u.a. mit dem Mecklenburg Vorpommern Kammermusik-Preis, ausgezeichnet wurde. Das Trio gab Konzerte in der Alten Oper Frankfurt, dem Concertgebouw Amsterdam und der Wigmore Hall in London. Die Debüt-CD des Trios beim Label BIS wurde herausragend besprochen; 2015 veröffentlichte das Trio eine weitere CD mit Trio-Werken von Mendelssohn und hat darüber hinaus beim Wigmore Live Label Werke von Brahms und Schubert aufgenommen.

Seit 2012 ist Alexander Sikovetsky auch Teil des Streichquartettes mit Julia Fischer, das einmal jährlich zusammenfindet und in Europas namhaften Konzerthäusern gastiert.

Auf dem Konzertpodium stand er gemeinsam mit u.a. Julia Fischer, Janine Jansen, Maxim Rysanov, Alexander Chaushian, Misha Maisky, Natalie Clein, Eric Le Sage, Polina Leschenko, Julian Rachlin, Boris Brovtsyn. Regelmäßig konzertiert er mit dem Razumovsky Ensemble and dem Ensemble RARO.


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Marinos Tranoudakis, Pauke

Geboren in Athen (Griechenland) erhielt Marinos Tranoudakis an der experimentellen Musikschule seiner Heimatstadt eine musikalische Ausbildung und nahm gleichzeitig ein Schlagwerkstudium am Athener Konservatorium (Moschatto) bei Konstantinos Vorisis und Konstantinos Theodorakos (Griechische Nationaloper) am Januar 2007 erfolgreich abschloss.

Von März 2009 bis Juli 2013 studierte er an der Hochschule für Musik in Detmold in der Klasse von in Prof. Peter Prommel. Zusätzlich erhielt er wichtige Impulse an den Pauken durch den Pauker Wieland Welzel (Berliner Philharmoniker) und Arend Weitzel (Bochumer Symphoniker).

Zusammenarbeiten verbinden Marinos Tranoudakis mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, den Bielefelder Philharmoniker, der Radio Kammerfilarmonie Niederlande und dem Detmolder Kammerorchester sowie dem Landestheater Detmold. In Griechenland konzertierte er mit allen Orchestern in Athen (Staatsorchester, Staatsoper, Radio Symphonie Orchester, Orchester der Farben Athener Camerata), dem Symphonie Orchester Zypern und ist Mitglied des griechischen Ensembles für zeitgenössische Musik unter Theodore Antoniou.

Seit 2011 ist er Solo-Paukist des griechisch-türkischen Jugendorchesters und hat seit Juli 2014 die Stelle des stellvertretenden Solo-Paukers im griechischen National-Radio Symphonie Orchester inne. Er ist als freischaffender Musiker sowohl in Ensembles als auch als Solist in ganz Griechenland zu hören. Sein Interesse gilt besonders der Hand-Perkussion, das ihm seit seinem 13. Lebensjahr verschiedene Techniken und Stile für diese Perkussionsart auf der ganzen Welt erkunden und somit die unterschiedlichsten Kulturen entdecken ließ.

Derzeit bereitet er eine CD-Aufnahme mit Werken für Schlagzeug griechischer Komponisten vor, die voraussichtlich im Juli 2015 bei Naxos erscheinen wird. Marinos Tranoudakis ist Mitglied der Percussive Arts Society.


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Frederic Ibanyez i Vidal, Violine

Nähere Informationen folgen in Kürze.


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Wojciech Wieczorek, Violine

geboren im niederschlesischen Hirschberg in Polen, besuchte er ein Musikgymnasium für Hochbegabte in Posen und wechselte dann an die Hochschule für Musik und Theater in Hannover, wo er bis zu seiner künstlerischen Diplomprüfung im Jahr 2006 studierte. Er war Preisträger bei verschiedenen Wettbewerben, u.a. in Lodz, Fermo in Italien sowie in Hannover (mit dem Duo Nuevo). Wieczorek gastierte als Solist und al Konzertmeister bei verschiedenen Konzerten, Orchestern, Musikfestivals, u.a. in Southampton (England), Lanciano (Italien), Athen, Angoulème (Frankreich) und beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Zusätzlich zu seiner künstlerischen Tätigkeit als stellvertretender Konzertmeister am Landestheater Detmold arbeitet Wieczorek seit 2005 als Konzertmeister und Dozent beim RIAS-Jugendorchester. Er engagiert sich sehr für die Kammermusik; so gründete er das Wieczorek-Quartett, das Duo Nuevo (Violine und Akkordeon), spielte zusammen mit Künstlern wie Christopher Marx, Elsbeth Moser, Sofia Gubajdulina, Tomasz Strahl, Christoph Hartmann sowie Kathrin Rabus und produzierte zahlreiche CD, Radio- und Fernsehaufnahmen. Er ist als Konzertmeister regelmäßig gern gesehener Gast beim Detmolder Kammerorchester.


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François-Jean Yzambart, Violoncello

Der aus Frankreich gebürtige Cellist ist nicht nur langjähriges Mitglied des Detmolder Kammerorchesters, sondern musizierte mit Orchestern wie dem Göttinger Symphonie Orchester, dem Königlichen Kammerorchester Wallonien (Belgien) oder dem Belgischen Nationalorchester sowie dem Mahler Chamber Orchestra. Er begann sein Studium am Königlichen Konservatorium in Brüssel, das er mit Auszeichnung abschloss, und ging zu weiterführenden Studien mit Marcio Carneiro und Xenia Jankovic an die Hochschule für Musik Detmold. Zusätzlich erhielt er über das Orchesterzentrum NRW Unterricht bei Cello-Solisten solch namhafter Orchester wie den Berliner, Münchnern und Wiener Philharmonikern sowie der Staatskapelle Berlin und dem Orchester der Züricher Tonhalle. Als Akademist beim Mahler Chamber Orchestra trat er in der Kölner und Essener Philharmonie und im Dortmunder Konzerthaus auf und musizierte unter der Stabführung von Reinhard Goebel, Esa-Pekka Salonen, Christoph-Mathias Mueller, Hervé Niquet, Sebastian Weigle, Lothar Zagrosek und Gerd Albrecht.

Im Jahr 2009 erhielt er von Wolfgang Boettcher (ehemaliger Solocellist der Berliner Philharmoniker) eine Einladung an die Musikakademie für internationale Solisten Schloss-Bückeburg. Zusätzlich erhielt er wertvolle Ratschläge von Edmond Baert, Lluis Claret, László Fenyö, Anne Gastinel, Walter Grimmer und Gary Hoffman. 

Vom Symphonieorchester Saint-Malo (Frankreich) wurde er 2014 als Solist in Haydns Cello-Konzert, D-Dur unter der Leitung von Alexander Damnianovitch engagiert. Kammermusikkonzerte führten ihn zu RTBF (Belgisch-Französisches Radio und Fernsehen) ins FNAC Forum, zum Internationalen Musikfestival in Dinard, Dortmund, den Sendesaal Bremen, ins Kaiitheater Brüssel und ins Teatro Poliziano Montepulciano. Er musizierte u.a. mit Leonid Gorokhov, Alfredo Perl und Ariadne Daskalakis.

Seit Juli 2011 spielt François-Jean Yzambart ein Violoncello von Joseph Hill (ca. 1770), das einst dem berühmten Cellisten des berühmten des Pro Arte Quartett, Robert Maas, gehörte


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Ariel Zuckermann, Gastdirigent

Der in Israel geborene Ariel Zuckermann zählt mittlerweile zu den gefragtesten Dirigenten der jüngeren Generation. Zuckermann absolvierte an der Königlichen Musikhochschule in Stockholm sein Dirigierstudium bei Jorma Panula. Im Mai 2004 legte er bei Bruno Weil an der Musikhochschule München sein Diplom ab, um bereits wenig später zum Chefdirigenten des traditionsreichen Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt gewählt zu werden: Im Januar 2007 übernahm er offiziell diese Position. Zur Saison 2015/16 wurde Ariel Zuckermann zum Music Director des Israel Chamber Orchestra ernannt und folgt in dieser Position unter anderen Gary Bertini, Luciano Berio, Rudolph Barshai, Shlomo Mintz.

Zu weiteren Highlights dieser Saison zählen die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Geiger Benjamin Schmid bei DalaSinfoniettan und Tonkünstlerorchester Niederösterreich sowie Wiedereinladungen zum Luzerner Sinfonieorchester, Detmolder Kammerorchester und zum Telavi International Music Festival. Eine CD Produktion mit der Pianistin Claire Huangci und der Sinfonia Varsovia runden die Saison ab.
Bereits zu Beginn seiner Dirigierkarriere präsentierte sich Ariel Zuckermann als vielversprechende, Akzente setzende Dirigentenpersönlichkeit, weshalb er für die Saison 2003/2004 zum Assistenten von Iván Fischer beim Budapest Festival Orchestra berufen wurde. In enger Zusammenarbeit mit Iván Fischer erarbeitete er sich ein breites Repertoire und begeisterte zudem Publikum und Kritik.

Im November 2007 gab Ariel Zuckermann ein gefeiertes Debüt in der Philharmonie Berlin mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. In Spanien errang er im Januar 2009 einen hervorragenden Ruf durch eine Tournee mit dem Orquesta Sinfónica de Euskadi. Weitere Dirigate folgten unter anderem beim Bayerischen Staatsorchester, NDR Radiophilharmonie, Sinfonieorchester Basel, Luzerner Sinfonieorchester, Israel Philharmonic Orchestra, KBS Radio Orchestra Seoul, Bremer Philharmoniker, Ungarische Nationalphilharmonie sowie Budapest Festival Orchestra, Radio-Symphonieorchester Wien, Tschechische Philharmonie, Bamberger Symphoniker, Deutsche Radio Philharmonie, WDR Sinfonieorchester Köln, Orquesta Filarmónica de Gran Canaria, Haydn Orchester Bozen, Danish National Symphony Orchestra, Taipei Symphony Orchestra, den Zürcher, Basler und Stuttgarter Kammerorchestern sowie der Camerata Salzburg und Riga Sifonietta. Darüber hinaus hob er in München die Neuproduktion der Donizetti-Oper Viva La Mamma aus der Taufe, danach Telemanns Lustspiels Pimpinone. Zahlreiche Konzerte und Projekte wurden aufgezeichnet. Begonnen hat Ariel Zuckermann seine Musikerkarriere als Flötist. An der Musikhochschule München wurde er von Paul Meisen und András Adorján unterrichtet, weitere Studien absolvierte er bei Alain Marion und Aurèle Nicolet. Schon bald gewann Ariel Zuckermann mehrfach bedeutende internationale Wettbewerbe. Beim Detmolder Kammerorchester war war Ariel Zuckermann erstmals im April 2012 zu Gast.

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