Godelieve Schrama, Harfe

Die Niederländische Harfenistin Godelieve Schrama machte ihren Abschluss am Königlichen Konservatorium Den Haag mit 20 Jahren. Sie ist Stipendiatin des Niederländischen Fonds für Darstellende Künste. Außerdem wurde sie 1996 mit dem Niederländischen Musikpreis ausgezeichnet. Beides ermöglichte ihr ein Privatstudium bei der bekannten französischen Harfenistin Germaine Lorenzini in Lyon.

Godelieve Schrama hat sich zu einer äußerst vielseitigen und wandlungsfähigen Künstlerin entwickelt, die das gesamte Repertoire für ihr Instrument sowie sämtliche Stilistiken beherrscht. Sie ist als Bühnenmusikerin, Dozentin und Initiatorin Innovativer Musikprojekte gleichermaßen aktiv. So präsentierte sie 2008 in Zusammenarbeit mit Regisseur*innen, Schauspieler*innen und Designer*innen die Kammeroper „Black Feather Rising“ des englisch-indischen Komponisten Param Vir. Im Jahr 2012 wurde das Requiem von Micha Hamel für elf Musiker*innen und einen Schauspieler*innen während des Holland-Festivals unter ihrer Mitwirkung uraufgeführt.

Schrama erntete von Publikum und der Fachpresse viel Anerkennung und Lob für ihr klares und lupenreines Spiel. Künstlerisch arbeitete sie mit zahlreichen bekannten Dirigenten und Orchestern zusammen. Als Harfenistin des Asko|Schönberg Ensembles spielte sie von 1994 bis 2019 sämtliches Repertoire für Ensemble aus dem 20. und 21. Jahrhunderts. Godelieve Schrama brachte zahlreiche Kompositionsaufträge für ihr Instrument zur Aufführung. Die Harfenstin widmet sich intensiv der Kammermusik. Sie spielte in den unterschiedlichsten Besetzungen beim Orlando Festival, dem Delft Chamber Music Festival, und bei den Musiktagen Mondsee. Zu ihren Kammermusikpartner*innen zählen die Flötistin Emily Beynon, Andrea Lieberknecht, das Auryn Quartett, Quatuor Danel, Liza Ferschtman, die Bratschistin Peijun Xu sowie der Organist Tomasz Adam Nowak.

Ihre Diskographie umfasst u. a. Werke von Domenico Scarlatti (Vanguard Classics) und Padre Antonio Soler (Dabringhaus & Grimm). Eine CD mit Werken für Orgel und Harfe zusammen mit dem Organisten Tomasz Adam Nowak erschien im Jahr 2014 (Musicom). Ihre letzte CD-Veröffentlichung erschien 2020 zusammen mit der Bratschistin Peijun Xu (hänssler classic).

2001 erhielt Godelieve Schrama den Ruf als Professorin für Harfe an die Hochschule für Musik Detmold. Dort gibt sie ihre Kenntnisse an eine Generation jüngerer Harfenist*innen weiter. In Detmold wurden ihr neben ihrer künstlerischen Lehre auch politische Aufgaben übertragen: Von 2016 bis 2020 übte sie das Amt der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten aus. Seit dem Wintersemester 20/21 ist Godelieve Schrama Prorektorin für Künstlerische Angelegenheiten an der Hochschule für Musik Detmold.

Über diese Tätigkeit hinaus wird sie regelmäßig zu internationalen Meisterklassen und Sommerkursen eingeladen.

Website der Künstlerin