Maxim Rysanov, Viola / Leitung

Der ukrainisch-britische Bratschist Maxim Rysanov hat sich international als herausragender und charismatischer Musiker einen Namen gemacht. Er wurde bereits für einen Grammy Award nominiert und konzertiert bei den bedeutendsten Festivals der internationalen Musikszene, wie den BBC Last Night of the Proms, dem Edinburgh Festival, dem Crescendo Festival, den Musikfestivals in Peking, Istanbul und Berlin oder den Salzburger Festspielen. Seine Erfolge als Solist verbindet er nun auch mit einer Karriere als Dirigent.

So leitete er z. B. das Symphonieorchester Basel, die Oslo Camerata, das Detmolder Kammerorchester, die Dala Sinfonietta und die Southbank Sinfoniadas, das Orquesta Sinfónica de Castilla y Léon, das Georgische Nationalorchester oder das Philharmonische Orchester Częstochowa und dirigierte bei den Festivals in Dubrovnik (mit Roger Moore als Rezitator), Utrecht (mit Janine Jansen), Boswil (mit Vilde Frang) und dem Finale des Violafestivals Peking.

In der aktuellen Saison debütiert er als Dirigent beim Russischen Nationalorchester, dem Spanischen Rundfunksinfonieorchester, La Verdi in Mailand, Baltic Neopolis, dem Scottish Ensemble, den London Mozart Players und dem Danubia Orchestra. Wiedereinladungen führen ihn zum Lithauischen Kammerorchester und der Riga Sinfonietta.

Als Bratschist steht in der aktuellen Saison u. a. die Uraufführung eines neuen Violakonzertes von Peteris Vasks in der Agenda, welches vom BBC Nationalorchester Wales, dem Vale of Glamorgan Festival und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg beauftragt wurde.

Aufgrund seiner wachsenden Begeisterung für Neue Musik setzt der Künstler seine Zusammenarbeit mit Sergei Akhunov, Dobrinka Tabakova, Benjamin Yusupov, Michael Pletnev, Leonid Desyatnikov, Giya Kancheli und Kshishtof Penderecki fort. In 2014 wirkte er in der Russland-Premiere von Pendereckis Doppelkonzert unter Leitung von Maestro Fedoseev mit. In diesem Jahr wird das Werk mit der Sinfonica Carsovia unter der Leitung des Komponisten neuerlich aufgeführt.

Seine bisherige Konzerttätigkeit umfasst Engagements mit dem Mariinsky Orchester (Valery Gergiev), dem Russischen Nationalorchester (Mikhail Pletnev), BBC Symphony Orchestra (Jiří Bělohlávek), Seattle Symphony (Andrey Boreyko), Orquesta de Castilla y Leon und Oslo Philharmonic (Vasily Petrenko), dem DSO Berlin (Tugan Sokhiev), Moscow Philharmonic (Yuri Simonov), BSO (Vladimir Fedoseev), Gürzenich Orchester (Sir Mark Elder), hr Sinfonieorchester (Philippe Herreweghe), NDR Symphonieorchester (Eivind Gullberg Jensen), Prager Rundfunkorchester (Juraj Valcuha), RTE Symphony Orchestra (Olari Elts), Adelaide Symphony Orchestra (Arvo Volmer), West Australian Symphony Orchestra (Vladimir Verbitsky), Auckland Symphony Orchestra (Eckehard Stier), dem Dänischen Nationalorchester (Michael Schoenwandt), Malaysian Philharmonic (Yan Pascal Tortelier), Shanghai Symphony (Long Yu), Orquesta Sinfonica de Euskadi (Diego Matheuz), Ulster Orchestra (Paul Watkins), European Union Youth Orchestra (Matthias Bamert) und dem Orchestre Philharmonique de Strasbourgund Krakauer Philharmoniker (Michal Dworzynski).

Maxim Rysanov ist ein engagierter Kammermusiker. Er spielt z.B. in Formationen mit Sol Gabetta, Janine Jansen, Maxim Vengerov, Janine Jansen, Mischa Maisky, Gidon Kremer, Konstantin Lifschitz, Vadim Repin, Leif Ove Andsnes, Nicola Benedetti, Kristina Blaumane, Boris Brovtsyn, Michael Collins, Alice Coote, Augustin Dumay, Martin Frost, Viktoria Mullova, Alexander Sitkovetsky, Denis Matsuev, Ashley Wass, Alexei Ogrintcouk, Eldar Nebolsin und Jakov Katsnelson.

Zahlreiche Auszeichnungen belegen sein Renommé in der internationalen Musikszene, darunter der Classic FM Gramophone Young Artist of the Year Award, der BBC Radio 3 New Generation Award und Wettbewerbspreise in Genf, Lionel Tertis und Valentino Bucchi.

Maxim Rysanovs Debütalbum hinterließ einen nachhaltigen, in der Fachwelt durch Verleihung des Gramophone Editor’s Choice Award ausgezeichneten Eindruck. Auch seine nächsten beiden Veröffentlichungen erhielten diese Auszeichnungen, und sein viertes Album erreichte Spitzenplätze in den amerikanischen iTunes-Charts. In der Saison 2014/15 erweiterte er seine Diskografie beim Label BIS um das Violawerk von Martinu, in Zusammenarbeit mit dem BBC Symphony Orchestra, Jiří Bělohlávek, Alexander Sitkovetsky und Katya Apekisheva, sowie um eine Aufnahme der Sinfonia Concertante von Mozart mit Vilde Frang bei Parlophone, die mit einem ECHO-Klassik ausgezeichnet wurde. Die Martinu-Aufnahme erhielt wiederum den Gramophone Editor's Choice Award.

Auf der Debüt-CD der Komponistin Dobrinka Tabakova (ECM 2013) wirkte Maxim Rysanov als Solist und Dirigent mit – die Aufnahme erreichte Platz 2 der britischen Klassik-Charts und kam 2014 auf die Auswahlliste für den Grammy.

Der gebürtige Ukrainer lebt heute in London. Er studierte Viola bei Maria Sitkovskaya in Moskau und bei John Glickman in London an der Guildhall School of Music and Drama. Orchesterleitung studierte er bei Alan Hazeldine an der Guildhall School of Music in London, Meisterkurse besuchte er u.a. bei Gennady Rozhdestvensky und Jorma Panula.

Seine Viola ist eine Giuseppe Guadagnini (1780), freundliche Leihgabe der Elise Mathilde Stiftung.

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